Veranstalter
Alte Musik im Weilburger Schloss e.V.
- Kommende Termine
- 7 kommende Termine
- Orte
- Weilburg
- Schwerpunkt
- Konzerte
Termine von Alte Musik im Weilburger Schloss e.V.

Alte Musik im Schloss Konzert 1
Alte Musik im Schloss Konzert 1
Gabriel Faurés Requiem zählt zu den innigsten und zugleich tröstlichsten Vertonungen der katholischen Totenmesse. Anders als viele Requiem-Kompositionen des 19. Jahrhunderts verzichtet Fauré weitgehend auf dramatische Schilderungen des Jüngsten Gerichts und richtet den Blick stattdessen auf Frieden, Licht und Erlösung. Der berühmte Schlusssatz In paradisum zeichnet den Übergang in eine Welt des Trostes und der Ruhe – eine musikalische Vision des ewigen Friedens. Eingerahmt wird das Requiem von Robert Schumanns poetischen Skizzen für den Pedalflügel op. 56. Ihre stille, beinahe intime Klangsprache eröffnet den meditativen Charakter des Abends und lässt ihn nachklingen. Den Abschluss bildet Morten Lauridsens Sure on This Shining Night: eine schwebende Vertonung nächtlicher Schönheit und Hoffnung, die den Gedanken des In paradisum auf eindrucksvolle Weise in die Gegenwart weiterträgt.

Alte Musik im Schloss Konzert 2
Alte Musik im Schloss Konzert 2
Robert Schumann komponierte den Liederzyklus Dichterliebe op. 48 in seinem berühmten „Liederjahr“ 1840. Die sechzehn Lieder beruhen auf Gedichten aus Heinrich Heines Lyrischem Intermezzo. Sie erzählen von der Zerbrechlichkeit der Liebe, von Enttäuschung und Bitterkeit, aber ebenso von ihrer Zartheit und der Kraft, die Seele zu erheben. Mit feinem Gespür folgt Schumann den vielschichtigen Empfindungen des Dichters und verleiht ihnen eine unverwechselbare musikalische Stimme. Richard Strauss zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Spätromantik, seine Persönlichkeit bleibt jedoch bis heute umstritten. Mit seinen sinfonischen Dichtungen, Opern und Liedern hat er die Musikgeschichte nachhaltig geprägt. Während der Sommermonate widmete er sich dem Komponieren; in den Wintermonaten, wenn er als Dirigent – insbesondere mit Opern Mozarts, Wagners und seinen eigenen Werken – auf Reisen war, arbeitete er seine Partituren aus. Wagner war für Strauss ein wichtiges künstlerisches Vorbild. In seiner Musik besitzt jede einzelne Stimme ihr eigenes Gewicht und fügt sich zu einem fein verwobenen Klanggewebe. Dem Gesang kommt dabei eine besondere Ausdruckskraft zu – nicht nur in seinen Opern, sondern ebenso im Liedschaffen. Stefan Laske interpretiert unter anderem Lieder aus den Fünf Gedichten von Friedrich Rückert op. 46, in denen Strauss Dichtung und Musik zu eindrucksvollen Miniaturen von großer klanglicher Raffinesse verbindet.

Alte Musik im Schloss Konzert 3
Alte Musik im Schloss Konzert 3
Einen „feinen Garten“ voller „natürlicher und frischer Spielhaltung“, wie der Bayerische Rundfunk das Ensemble beschreibt, eröffnet Der Musikalische Garten seinem Publikum. Wie ein Garten mit seinen verschlungenen Wegen und immer neuen Blüten lädt auch das 2009 in Basel gegründete Ensemble dazu ein, musikalische Entdeckungen zu machen. Die vier Musikerinnen und Musiker begeben sich mit Neugier und Spielfreude auf die Suche nach selten gehörten Werken und neuen Perspektiven auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Jahr 2013 wurde das Ensemble gleich mehrfach bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Es gewann den 1. Preis beim Internationalen H. I. F. Biber-Wettbewerb in St. Florian, beim 1. Internationalen Berliner Bach-Wettbewerb sowie beim 6. Internationalen Wettbewerb um den Gebrüder-Graun-Preis in Bad Liebenwerda. Hinzu kam der Förderpreis Alte Musik 2013 des Saarländischen Rundfunks. Ergänzt wird das Ensemble durch den Geiger Gottfried von der Goltz, den künstlerischen Leiter und prägenden Geist des renommierten Freiburger Barockorchesters. Auf dem Programm stehen Sonaten, Canzonen und Fugen von Giovanni Gabrieli, Johann Heinrich Schmelzer und Henry Purcell – ein farbenreiches Konzert voller klanglicher Kontraste und musikalischer Blüten, ganz im Sinne eines prächtigen Gartens.

Alte Musik im Schloss Konzert 4
Alte Musik im Schloss Konzert 4
Heinrich Schütz’ Historia von der Geburt Jesu Christi zählt zu den kostbarsten Werken der frühen deutschen Barockmusik. Als bedeutendster deutscher Komponist seiner Zeit verbindet Schütz die Kraft des Wortes mit einer eindringlichen musikalischen Ausdruckssprache und wird so zu einem einzigartigen Ausdeuter der biblischen Botschaft. Schon in jungen Jahren sandte ihn sein Förderer Landgraf Moritz von Hessen nach Venedig, wo er an der Basilika San Marco bei Giovanni Gabrieli studierte. Dort begegnete Schütz dem neuen italienischen Stil, der die Bildhaftigkeit der Sprache in klangliche Gesten und musikalische Figuren übersetzte. Diese Ausdruckskunst prägte sein gesamtes Schaffen. In der Weihnachtshistorie erhält jede Figur der biblischen Erzählung ihre eigene Klangfarbe: Der Verkündigungsengel erscheint im Sopran, die Hirten sprechen durch drei Altstimmen, die Weisen durch drei Tenöre und die Hohenpriester durch vier Bässe. Diese ungewöhnliche Besetzung verleiht jeder Szene ihren unverwechselbaren Charakter und lässt die Weihnachtsgeschichte in lebendigen musikalischen Bildern entstehen. Die Leuchtkraft dieser Musik erinnert an den Isenheimer Altar in Colmar, dessen Engelskonzert die Geburt Christi in ein alles umfassendes Licht taucht. Auch Schütz umgibt das Weihnachtsgeschehen mit einer außergewöhnlichen Farbenpracht. Wie schon in seinen Psalmen Davids von 1619 setzt er ein reiches Instrumentarium ein: Violinen, Flöten, Zinken, Gamben, Posaunen, Fagott, Orgel und Theorbe verbinden sich zu einem festlichen Klanggemälde – einem barocken Klangfest zur Geburt des Christuskindes.

Alte Musik im Schloss Sonderkonzert
Alte Musik im Schloss Sonderkonzert
Der bedeutendste Zyklus von Klaviervariationen vor Beethoven erhielt seinen Namen nach Johann Gottlieb Goldberg, einem Schüler Johann Sebastian Bachs. Einer bekannten Anekdote zufolge litt Goldbergs Dienstherr, der russische Gesandte am kursächsischen Hof, Graf Keyserlingk, unter Schlaflosigkeit. Er bat Bach um einige Clavierstücke, die ihm Goldberg in schlaflosen Nächten aus dem Nebenzimmer vorspielen sollte – Variationen über einem stets wiederkehrenden harmonischen Grundgerüst. Bach nahm diese Herausforderung auf und schuf mit den 30 Variationen, eingerahmt von einer Aria zu Beginn und ihrem Wiedererscheinen am Schluss, eines der größten Meisterwerke der Tastenliteratur. Solist des Abends ist der dem Weilburger Publikum bestens bekannte Cembalist und Dirigent Dmitry Zubov aus St. Petersburg.

Alte Musik im Schloss Konzert 5
Alte Musik im Schloss Konzert 5
Lassen Sie sich in die musikalische Welt von Schloss Sanssouci entführen. Mit den feinen Flötenklängen von Sophia Aretz, begleitet von Jakob Wagner an der Erzlaute und Alexander von Heißen am Cembalo, erwacht die Klangwelt des preußischen Hofes zu neuem Leben. Friedrich II., der sich selbst als den „Philosophen von Sanssouci“ verstand, war nicht nur ein entschlossener Feldherr und Staatsmann, sondern auch ein leidenschaftlicher Flötist. Kein Tag sollte vergehen, ohne dass er selbst musizierte. Zu seinen engsten musikalischen Weggefährten gehörte der aus Dresden stammende Johann Joachim Quantz, den Friedrich bereits 1728 kennenlernte und später an seinen Hof berief. Zwischen dem König und seinem Flötenlehrer entwickelte sich eine außergewöhnlich enge, von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Beziehung. 1741 trat zudem Carl Philipp Emanuel Bach als Kammercembalist in den Dienst Friedrichs und brachte den empfindsamen Stil an den preußischen Hof. Auf dem Programm stehen Werke Friedrichs des Großen, seiner Schwester Prinzessin Anna Amalia von Preußen, Johann Joachim Quantz' und Carl Philipp Emanuel Bachs. Sie spiegeln den musikalischen Wandel vom prachtvollen Barock zur Eleganz des Rokoko wider und lassen die Atmosphäre der legendären Hofkonzerte in Sanssouci lebendig werden.

Alte Musik im Schloss Konzert 6
Alte Musik im Schloss Konzert 6
Kaum ein Werk der Musikgeschichte ist so von Geheimnis und Legenden umgeben wie Mozarts Requiem. Im Jahr 1791, seinem letzten Lebensjahr, begonnen und durch seinen frühen Tod unvollendet geblieben, vereint dieses außergewöhnliche Werk dramatische Wucht mit innigster menschlicher Empfindung. Bis heute berührt es durch seine unmittelbare Ausdruckskraft und seine existenzielle Tiefe. Den Auftakt des Programms bildet die düstere Ouvertüre zu Don Giovanni – jener Oper über Schuld, Vergänglichkeit und das Jüngste Gericht. Mit dem Ave verum corpus erklingt anschließend eine der schlichtesten und zugleich vollkommensten geistlichen Kompositionen Mozarts, von berührender Innigkeit und zeitloser Schönheit. Samuel Barbers berühmtes Adagio for Strings schlägt schließlich eine Brücke in das 20. Jahrhundert. Seine weit gespannte, von tiefer Ruhe und schmerzhafter Schönheit geprägte Klangsprache eröffnet einen Raum der Kontemplation und führt eindrucksvoll auf Mozarts Requiem hin – ein Werk, das Tod und Trost, Verzweiflung und Hoffnung auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
Sie organisieren diese Veranstaltungen?
Mit einem kostenlosen Eventings-Konto pflegen Sie Ihre Termine selbst, ergänzen Bilder und Beschreibungen und erreichen Besucher direkt in der App.
Die Termine stammen aus öffentlich zugänglichen Veranstaltungsdaten. Etwas stimmt nicht?
