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Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz
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Termine von Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz

56. Merseburger Orgeltage I Auftakt Familienkonzert – Angelica Leánykar mit Zsuzsanna Graf, Zsolt Máté Mészáros & Malte Arkona
Merseburger Dom
Familienkonzert für Groß und Klein CHOR Angelica Leánykar (Angelika Mädchenchor Budapest) LEITUNG CHOR Zsuzsanna Graf AN DER LADEGASTORGEL Zsolt Máté Mészáros MODERATION Malte Arkona Beim Familienkonzert sind Groß und Klein herzlich eingeladen, gemeinsam in die Welt der Musik einzutauchen. Der Angelica Leánykar aus Budapest begeistert mit seinem klaren, strahlenden Chorklang und einem abwechslungsreichen Programm von klassischer bis moderner Chormusik. An der Orgel sorgt Zsolt Máté Mészáros mit seiner eindrucksvollen Klangvielfalt und spontanen Improvisationen für besondere musikalische Momente. Durch das Konzert führt Malte Arkona, der mit Witz, Charme und viel Einfühlungsvermögen besonders Kinder für klassische Musik begeistert. Ein Konzert voller Klang, Geschichten und Entdeckungen – ideal für die ganze Familie.

56. Merseburger Orgeltage - Festgottesdienst des Domkapitels der Vereinigte Domstifter
Merseburger Dom
Festgottesdienst mit dem Domstift zum 13. Sonntag nach Trinitatis Gregor Joseph Werner: Missa „Sunt bona mixta malis“ AN DER LADEGASTORGEL Michael Schönheit MITWIRKENDE Elisabeth Mücksch – Sopran David Erler– Altus Tobias Hunger – Tenor Emanuel Jessel – Bass Denny Wilke – Continuoorgel ENSEMBLES Solamente Naturali – Bratislava Im Festgottesdienst zum 13. Sonntag nach Trinitatis gestaltet das Domstift einen musikalisch besonders festlichen Gottesdienst mit der Missa „Sunt bona mixta malis“ von Gregor Joseph Werner. Unter der Leitung von Michael Schönheit entfaltet sich die barocke Messvertonung in eindrucksvoller Verbindung von liturgischer Feier und konzertanter Gestaltung. Es musizieren die Solistinnen und Solisten Elisabeth Mücksch (Sopran), David Erler (Altus), Tobias Hunger (Tenor) und Emanuel Jessel (Bass) gemeinsam mit dem Solamente Naturali. An der Continuoorgel begleitet Denny Wilke und verleiht dem festlichen Gottesdienst klangliche Tiefe und historische Authentizität. Solamente Naturali aus Bratislava gehört zu den profilierten Ensembles für Alte Musik in der Slowakei. Gegründet wurde es 1995 von seinem künstlerischen Leiter, dem Geiger Miloš Valent; im Mittelpunkt steht die historisch informierte Aufführungspraxis des 17. und 18. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten. Je nach Werk tritt das Ensemble flexibel besetzt auf – vom kammermusikalischen Trio bis zum großen Barockorchester für Kantaten und Oratorien. Einen besonderen Schwerpunkt legt Solamente Naturali auf die Wiederentdeckung mitteleuropäischer und slowakischer Musikquellen, die es in Konzerten und zahlreichen Einspielungen neu zum Klingen bringt. Im Merseburger Dom verleiht das Ensemble der Messe von Gregor Joseph Werner jene klangliche Farbigkeit und stilistische Genauigkeit, die diese barocke Festmusik in ihrer liturgischen Kraft erfahrbar macht.

56. Merseburger Orgeltage I Konzert des Domkapitel – Franz Liszt „Die Legende von der Heiligen Elisabeth“
Merseburger Dom
Franz Liszt (1811-1886): „Die Legende von der Heiligen Elisabeth“ Dieses Konzert wird durch die freundliche Übernahme des Domkapitel der Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz ermöglicht. Libretto: Otto Roquette (1824-1896) für Soli, Chor und Orchester – Gewidmet König Ludwig II. von Bayern LEITUNG Michael Schönheit EINSTUDIERUNG DER GEWANDHAUS-CHÖRE Frank-Steffen Elster MITWIRKENDE Heilige Elisabeth: Frieda Jolande Barck – Sopran Landgräfin Sophie: Britta Schwarz – Mezzosporan Landgraf Ludwig, Landgraf Hermann: Martin Häßler – Bass Seneschall, Ein ungarischer Magnat, Kaiser Friedrich II. von Hohenstauffen: Andreas Scheibner – Bass Landgraf Ludwig als Kind N.N. – Knabe ENSEMBLES GewandhausKinderchor GewandhausJugendchor Merseburger Hofmusik (auf Instrumenten historischer Mensur) Collegium Vocale Leipzig AN DER ORGEL Denny Wilke Mit Franz Liszts Oratorium „Die Legende von der Heiligen Elisabeth“ erwartet das Publikum ein monumentales geistliches Werk voller Dramatik, Innigkeit und klanglicher Pracht. Unter der Leitung von Michael Schönheit entfaltet sich die bewegende Lebensgeschichte der heiligen Elisabeth in einer eindrucksvollen Verbindung aus Soli, großen Chorszenen und farbenreicher Orchesterbesetzung. Mitwirkende Solistinnen und Solisten, der GewandhausKinderchor, der GewandhausJugendchor, die Merseburger Hofmusik auf Instrumenten historischer Mensur sowie das Collegium Vocale Leipzig gestalten gemeinsam ein eindrucksvolles Klangereignis. An der Orgel setzt Denny Wilke zusätzliche klangliche Akzente und verleiht dem Werk seine besondere spirituelle Tiefe. Der GewandhausKinderchor ist der offizielle Kinderchor des traditionsreichen Gewandhauses zu Leipzig und zählt zu den renommiertesten Kinderchören Deutschlands. Gegründet 1973, gehört er fest zur musikalischen Nachwuchsförderung des Hauses und wird seit 2012 von Frank-Steffen Elster geleitet. Rund 90 Kinder und Jugendliche erhalten hier eine fundierte musikalische Ausbildung und umfassende Stimmbildung. Der Chor ist eng mit dem Gewandhausorchester verbunden und wirkt regelmäßig in großen Oratorien- und Sinfoniekonzerten mit, tritt aber auch mit eigenen Programmen im In- und Ausland auf. Sein Repertoire reicht von Barockwerken bis zu zeitgenössischer Chormusik. Damit leistet der GewandhausKinderchor einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Leipziger Chorkultur, die bis in die Zeit Johann Sebastian Bachs zurückreicht. Der GewandhausJugendchor wurde 2001 gegründet und ist ein renommiertes Jugendensemble des Gewandhauses zu Leipzig. Er richtet sich an musikalisch talentierte Jugendliche zwischen etwa 14 und 22 Jahren und wird von Frank-Steffen Elster geleitet. Als Bindeglied zwischen Kinderchor und Erwachsenenensemble bietet er jungen Sängerinnen und Sängern eine anspruchsvolle musikalische Weiterentwicklung im Umfeld des Gewandhausorchesters. Sein Repertoire reicht von Renaissance- und Barockwerken bis hin zu zeitgenössischer Chormusik, ergänzt durch A-cappella-Programme und große Oratorienprojekte. Der Chor ist ein wichtiger Bestandteil der Leipziger Musiklandschaft und gilt als Talentschmiede innerhalb der traditionsreichen Gewandhausfamilie. Musiker des Gewandhausorchesters Leipzig und freischaffende Spezialisten gründeten 1998 unter Michael Schönheits Leitung das Ensemble Merseburger Hofmusik, um gemeinsam barocke Ensemblemusik des mitteldeutschen Raumes auf historischen Instrumenten zum Klingen zu bringen. Mit besonderem Interesse erschlossen sie die reiche Musiktradition der ehemaligen Residenz Merseburg, darunter die Musik Johann Joachim Quantz’, Wilhelm Friedemann Bachs und Georg Friedrich Kauffmanns, und setzten sie in Bezug zur Musik Johann Sebastian Bachs, Georg Friedrich Händels und Georg Phillipp Telemanns. Seitdem beeindruckte das Ensemble im Gewandhaus zu Leipzig, zu den Merseburger Orgeltagen, dem Bachfest Leipzig, den Thüringer Bachwochen, dem MDR-Musiksommer, dem Köthener Herbst und den Bachfesttagen. Auch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Heinrich-Schütz-Musikfest, bei den Händel-Festspielen Halle, im europäischen Ausland und in der Karibik waren die Musiker bereits zu hören. Den Bach-Schüler Johann Ludwig Krebs ehrte das Ensemble mit einer Konzertserie und der Gesamteinspielung seiner Vokal- und Orchesterwerke. 2016 gastierte die Merseburger Hofmusik beim Oslo International Church Music Festival mit der Uraufführung von Steffen Schleiermachers „Nach Markus.Passion“ unter Verwendung der überlieferten Teile von Johann Sebastian Bachs „Markus-Passion“ BWV 247. 2023 spielte die Merseburger Hofmusik sämtliche Kantaten des Merseburgern Domorganisten Georg Friedrich Kauffmann ein. Als Weltersteinspielungen auf historischem Instrumentarium erschienen Werke von Max Reger und Franz Liszt. Im Jahr 2025 begingen Ensemble, Collegium Vocale Leipzig und Solisten den 275.Todestag J.S.Bachs mit einer Konzertreihe von 7 Abenden „Hohe Messe h-Moll“ BWV 232 in Kirchen und Sälen von Stralsund über das Leipziger Gewandhaus bis Sondershausen. Auch mehrere Wieder-Aufführungen der Nach Markus.Passion von Bach/Schleiermacher feierten Bach. Für 2026 sind neben Konzerten mit Bachs Oster- und Himmelfahrts-Oratorien Aufführungen des Lisztschen Oratoriums „Legende von der Heiligen Elisabeth“ in Merseburg und Leipzig geplant.

56. Merseburger Orgeltage – Musikalisches Aufschliessen
Merseburger Dom
Musikalisches Aufschließen des Domes „Dir, dir, Jehova, will ich singen“ (kostenfrei – Spenden erwünscht) Am Morgen öffnet der Dom seine Pforten und gibt einen musikalischen Ausblick auf das Programm des Tages. Das Aufschliessen ist für Interessierte kostenlos.

56. Merseburger Orgeltage I Mittagskonzert – Denny Wilke
Merseburger Dom
Mittagskonzerte verschiedener Organisten Die Mittagskonzerte im Merseburger Dom laden zu einer musikalischen Auszeit für alle Generationen zur Tagesmitte ein. Das Programm richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, wie auch an alle Orgelinteressierten. Organistinnen und Organisten präsentieren Werke aus der reichen ungarischen Musiktradition und lassen die Domorgel in vielfältigen Klangfarben erstrahlen. Durch das Programm führt Alex Huth, bekannt aus dem Kinderkanal und diversen Moderatorentätigkeiten in der Region. So verbinden die Konzerte kulturelle Bildung für Schülerinnen, Schüler und alle Musikfreunde mit einem besonderen Klangerlebnis im historischen Raum des Doms. AN DER LADEGASTORGEL Denny Wilke MODERATION Alex Huth Denny Wilke zählt zu den profilierten deutschen Organisten seiner Generation. Als Solist ist er regelmäßig mit renommierten Orchestern, Chören und Dirigenten zu erleben, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, das MDR-Sinfonieorchester, die Dresdner Philharmonie und der MDR-Rundfunkchor. Künstlerische Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Kurt Masur, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner oder Andris Nelsons haben seine Laufbahn ebenso geprägt wie seine internationale Konzerttätigkeit als Organist, Cembalist und Kammermusikpartner. 2010 wurde er beim International Sydney Organ Competition ausgezeichnet; auch seine CD-Einspielungen, darunter Orgelwerke von Franz Liszt, fanden große Beachtung. Seit der Restaurierung der großen Ladegast-Orgel ist Denny Wilke dem Merseburger Dom in besonderer Weise verbunden und übernimmt dort vielfältige musikalische Aufgaben. Mit dem Programm „Musikland Ungarn“ widmet er sich einer reichen und facettenreichen Musiktradition, deren Ausdruckskraft, Farbigkeit und Virtuosität an der Merseburger Orgel eindrucksvoll zur Geltung kommen. Das Publikum erwartet ein abwechslungsreicher Konzertabend, der ungarische Klangwelten in ihrer ganzen Spannweite erlebbar macht.

56. Merseburger Orgeltage I Das große Abendkonzert – “Der Kirchenmusiker Franz Liszt”
Merseburger Dom
Der Kirchenmusiker Franz Liszt LEITUNG Michael Schönheit AN DER LADEGASTORGEL Denny Wilke MITWIRKENDE Solisten, Collegium Vocale Leipzig Im Anschluss Musikalischer Abendsegen Im Mittelpunkt dieses Konzertabends steht Franz Liszt als Kirchenmusiker – eine Facette seines Schaffens, die von tiefer Spiritualität und klanglicher Ausdruckskraft geprägt ist. Unter der Leitung von Michael Schönheit erklingt ausgewählte Kirchenmusik Liszts in einer eindrucksvollen Verbindung von Chor- und Orgelklang. An der historischen Ladegastorgel gestaltet Domorganist Denny Wilke die vielschichtigen Orgelwerke Liszts mit farbenreicher Klangpalette. Solisten des Collegium Vocale Leipzig verleihen dem Abend zusätzliche musikalische Tiefe. Im Anschluss beschließt ein musikalischer Abendsegen das Konzert und lässt den Abend in ruhiger, besinnlicher Atmosphäre ausklingen. Denny Wilke zählt zu den vielseitigsten deutschen Organisten seiner Generation und ist regelmäßig als Solist sowie als Orchesterorganist in bedeutenden Konzertsälen Europas zu erleben. Er arbeitete mit renommierten Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem MDR-Sinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie oder internationalen Chören zusammen und musizierte unter Dirigenten wie Kurt Masur, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner und Andris Nelsons. Als gefragter Continuospieler und Kammermusikpartner tritt er zudem auf Cembalo, historischem Hammerflügel und Klavier auf und ist auf zahlreichen Festivals präsent. Seit der Restaurierung der großen Ladegast-Orgel wirkt er als Organist am Merseburger Dom und gestaltet dort regelmäßig Konzerte. Internationale Konzertreisen, CD-Einspielungen sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen ergänzen sein vielfältiges künstlerisches Profil. Das Collegium Vocale Leipzig entstand aus einem 1993 von Gewandhausorganist Michael Schönheit initiierten Bach-Projekt in den Historischen Kuranlagen Bad Lauchstädt. Seitdem widmet sich das Ensemble in kleiner Besetzung vor allem der Pflege mitteldeutscher Barockmusik, insbesondere den Werken von Heinrich Schütz, seinen Zeitgenossen und Johann Sebastian Bach. Gemeinsam mit der Merseburger Hofmusik und weiteren Orchestern gestaltet das Collegium zahlreiche Kantaten- und Oratorienaufführungen, meist unter der Leitung von Michael Schönheit.cZu den besonderen Stationen zählen die Mitwirkung an der Uraufführung von Steffen Schleiermachers Nach Markus.Passion 2016, Konzertreisen wie 2019 nach Kuba zu den Feierlichkeiten „500 Jahre Havanna“ sowie Auftritte zu „30 Jahre Deutsche Einheit“ im Beethoven-Jahr 2020. Während der Konzertpausen 2021/22 war das Ensemble an Einspielungen der Kantaten Georg Friedrich Kauffmanns und des Oratoriums Christus von Franz Liszt beteiligt. 2025 beging das Collegium gemeinsam mit der Merseburger Hofmusik den 275. Todestag J. S. Bachs mit sieben Aufführungen der Hohen Messe h-Moll. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren die erfolgreiche Arbeit des Ensembles.

56. Merseburger Orgeltage I Mittagskonzert – Kamilla Lévai
Merseburger Dom
Mittagskonzerte ungarischer Organisten Die Mittagskonzerte im Merseburger Dom laden zu einer musikalischen Auszeit für alle Generationen zur Tagesmitte ein. Das Programm richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, wie auch an alle Orgelinteressierten. Organistinnen und Organisten präsentieren Werke aus der reichen ungarischen Musiktradition und lassen die Domorgel in vielfältigen Klangfarben erstrahlen. Durch das Programm führt Alex Huth, bekannt aus dem Kinderkanal und diversen Moderatorentätigkeiten in der Region. So verbinden die Konzerte kulturelle Bildung für Schülerinnen, Schüler und alle Musikfreunde mit einem besonderen Klangerlebnis im historischen Raum des Doms. AN DER LADEGASTORGEL Kamilla Lévai MODERATION Alex Huth Die ungarische Organistin Kamilla Lévai erhielt ihre musikalische Ausbildung in Budapest und widmete sich bereits früh intensiv der Orgelmusik. Sie studierte Orgel an einer der führenden Musikhochschulen Ungarns und vertiefte ihr künstlerisches Profil in Meisterkursen bei international renommierten Organisten. Konzertauftritte im In- und Ausland sowie die Teilnahme an Wettbewerben prägten ihren künstlerischen Werdegang. Heute gilt sie als Vertreterin einer jungen Generation von Organistinnen, die mit stilistischer Sicherheit und musikalischer Ausdruckskraft die Orgeltradition ihres Landes weiterführt.

56. Merseburger Orgeltage I Das große Abendkonzert – „Franz Liszt und das 21. Jahrhundert“
Merseburger Dom
Franz Liszt und das 21. Jahrhundert AN DER LADEGASTORGEL Zsolt Máté Mészáros – Organist an der Kathedrale Budapest Im Anschluss Musikalischer Abendsegen Beim großen Abendkonzert steht die Orgelmusik Franz Liszts im Mittelpunkt und wird durch Werke des 21. Jahrhunderts ergänzt. Zsolt Máté Mészáros, Organist der Kathedrale von Budapest, gestaltet an der großen Ladegastorgel ein Programm, das Liszts Musik in Beziehung zur Gegenwart setzt. Neben zentralen Orgelwerken Liszts erklingen zeitgenössische Kompositionen, die seine Klangsprache aufgreifen oder weiterführen. Das Konzert zeigt, wie stark Liszts musikalische Ideen bis heute in der Orgelmusik nachwirken. Im Anschluss beschließt ein musikalischer Abendsegen das Konzert und lässt den Abend in ruhiger, besinnlicher Atmosphäre ausklingen.

56. Merseburger Orgeltage I Mittagskonzert – László Fassang
Merseburger Dom
Mittagskonzerte mit Werken ungarischer Musikerinnen und Musiker Die Mittagskonzerte im Merseburger Dom laden zu einer musikalischen Auszeit für alle Generationen zur Tagesmitte ein. Das Programm richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, wie auch an alle Orgelinteressierten. Organistinnen und Organisten präsentieren Werke aus der reichen ungarischen Musiktradition und lassen die Domorgel in vielfältigen Klangfarben erstrahlen. Durch das Programm führt Alex Huth, bekannt aus dem Kinderkanal und diversen Moderatorentätigkeiten in der Region. So verbinden die Konzerte kulturelle Bildung für Schülerinnen, Schüler und alle Musikfreunde mit einem besonderen Klangerlebnis im historischen Raum des Doms. AN DER LADEGASTORGEL László Fassang MODERATION Alex Huth Mit László Fassang ist in Merseburg einer der international profilierten ungarischen Organisten der Gegenwart zu erleben. Er studierte an der Liszt-Akademie Budapest und am Pariser Konservatorium, wo er sowohl im Orgelspiel als auch in der Improvisation ausgebildet wurde. Internationale Aufmerksamkeit gewann er unter anderem mit der Goldmedaille für Improvisation in Calgary (2002) sowie mit dem Grand Prix und dem Publikumspreis beim Wettbewerb in Chartres (2004). Heute wirkt Fassang als Lehrer an der Liszt-Akademie Budapest und am Conservatoire de Paris. Zugleich ist er seit vielen Jahren eng mit Müpa Budapest verbunden: Er war an der Konzeption des dortigen Konzertsaalorgels beteiligt und verantwortet bzw. prägt die Orgelkonzerte des Hauses seit 2006 maßgeblich mit. Damit steht er für eine Künstlerpersönlichkeit, die virtuoses Spiel, stilistische Offenheit und die Kunst der Improvisation auf besondere Weise verbindet.

56. Merseburger Orgeltage I Das große Abendkonzert – „Franz Liszt und Merseburg“, Ein besonderer Orgelabend
Merseburger Dom
„Franz Liszt und Merseburg“, Ein besonderer Orgelabend AN DER LADEGASTORGEL Michael Schönheit KLAVIER Michael Schönheit im Anschluss Musikalischer Abendsegen Beim besonderen Abendkonzert „Franz Liszt und Merseburg“ begegnet das Publikum Franz Liszt in seiner ganzen stilistischen und geistigen Spannweite. Michael Schönheit gestaltet den Abend sowohl an der historischen Ladegastorgel als auch am Klavier und macht dabei hörbar, wie eng Liszts Musik mit dem Werk Johann Sebastian Bachs verbunden ist. Im Zentrum stehen das berühmte Präludium und die Fuge über B-A-C-H, das erschütternde Präludium über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ in der Klavierfassung sowie in der Bearbeitung für die Merseburger Domorgel durch Alexander Winterberger. Mit den Variationen über den Basso continuo der Bach-Kantate und das Crucifixus aus der h-Moll-Messe wird Liszts intensive Auseinandersetzung mit Leid, Trost und Transzendenz besonders eindrucksvoll erfahrbar. Den großen Abschluss bildet die monumentale Fantasie und Fuge über „Ad nos, ad salutarem undam“, eines der bedeutendsten Orgelwerke des 19. Jahrhunderts. Im Anschluss klingt der Konzertabend in einem Musikalischen Abendsegen stimmungsvoll aus.

56. Merseburger Orgeltage I Mittagskonzert – István Ella
Merseburger Dom
Mittagskonzerte mit Werken ungarischer Musikerinnen und Musiker Die Mittagskonzerte im Merseburger Dom laden zu einer musikalischen Auszeit für alle Generationen zur Tagesmitte ein. Das Programm richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, wie auch an alle Orgelinteressierten. Organistinnen und Organisten präsentieren Werke aus der reichen ungarischen Musiktradition und lassen die Domorgel in vielfältigen Klangfarben erstrahlen. Durch das Programm führt Alex Huth, bekannt aus dem Kinderkanal und diversen Moderatorentätigkeiten in der Region. So verbinden die Konzerte kulturelle Bildung für Schülerinnen, Schüler und alle Musikfreunde mit einem besonderen Klangerlebnis im historischen Raum des Doms. AN DER LADEGASTORGEL István Ella MODERATION Alex Huth István Ella zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der ungarischen Orgelszene. Er studierte an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und gewann bereits früh internationale Wettbewerbe, darunter den renommierten Improvisationswettbewerb in Nürnberg. Neben seiner intensiven Konzerttätigkeit in ganz Europa wirkte er als Professor für Orgel an der Liszt-Akademie und prägte mehrere Generationen von Organistinnen und Organisten. Sein Repertoire reicht von der Barockmusik bis zur Moderne, wobei er besonders für seine stilistische Vielseitigkeit und seine beeindruckende Improvisationskunst geschätzt wird. Für seine künstlerische Arbeit erhielt Ella 1999 den Liszt-Preis und 2007 das Ritterkreuz der Ungarischen Republik.

56. Merseburger Orgeltage I Vom Pantaleon zum Cymbalom – Eine Musikgeschichte
Merseburger Dom
Vom Pantaleon zum Cymbalom – Eine Musikgeschichte CYMBALON Enikő Ginzery „Vom Pantaleon zum Cimbalom – Eine Musikgeschichte“ lädt in der Sitte-Galerie zu einer besonderen musikalischen Entdeckungsreise ein. Im Mittelpunkt steht mit dem Cimbalom ein Instrument, dessen Wurzeln bis zum historischen Pantaleon zurückreichen, einer barocken Großform des Hackbretts, die um 1700 von Pantaleon Hebenstreit geprägt wurde. Mit Enikő Ginzery ist eine Künstlerin zu erleben, die das Cimbalom seit Jahren als facettenreiches Konzertinstrument zwischen Tradition und Gegenwart präsentiert. In ihrem Konzert wird hörbar, wie sich aus historischen Klangformen eine lebendige, bis heute ausdrucksstarke Musiksprache entwickelt hat – mal fein und erzählerisch, mal rhythmisch prägnant und virtuos. So verspricht der Abend nicht nur einen Einblick in die Geschichte eines außergewöhnlichen Instruments, sondern auch ein eindrucksvolles Konzerterlebnis voller klanglicher Überraschungen. Enikő Ginzery bringt nach Merseburg ein Instrument, dessen Geschichte auf überraschende Weise auch mit der Region verbunden ist. Zwar erhielt das moderne Konzertcimbalom seine heutige Form erst im 19. Jahrhundert in Budapest; doch schon um 1697 entwickelte Pantaleon Hebenstreit im Raum Merseburg das Hackbrett zu einem Konzertinstrument weiter – ein wichtiger Schritt in der Vorgeschichte des Cimbaloms. Mit Enikő Ginzery ist dafür eine Künstlerin zu erleben, die das Cimbalom weit über folkloristische Zuschreibungen hinaus als vollwertiges Konzertinstrument etabliert. Die in Bratislava geborene Musikerin studierte in Bratislava, Budapest und Saarbrücken; ihr Repertoire reicht von Alter Musik bis zur Gegenwart, ihr Spiel gilt als klanglich fantasievoll und interpretatorisch innovativ. Gerade in Merseburg gewinnt ihr Auftritt damit eine besondere zusätzliche Ebene: Wenn Enikő Ginzery das Cimbalom im Dom erklingen lässt, begegnen sich nicht nur ungarische Musiktradition und virtuose Gegenwartskunst, sondern auch ferne und nahe Musikgeschichte an einem Ort, der mit dieser Instrumentenfamilie enger verbunden ist, als man zunächst vermuten würde.

56. Merseburger Orgeltage I Das große Abendkonzert Teil 1 – Zoltán Kodály „Psalmus hungaricus“
Merseburger Dom
Zoltán Kodály (1882 – 1967): „Psalmus hungaricus“ für Tenor, Chor, Orchester und Orgel LEITUNG Soma Szabó CHOR Nyíregyházi Cantemus Kórus ENSEMBLES Staatskapelle Halle TENOR Daniel Johannsen AN DER LADEGASTORGEL István Ella Mit Zoltán Kodálys monumentalem “Psalmus hungaricus” erklingt in Merseburg eines der eindrucksvollsten Werke der ungarischen Chorsinfonik des 20. Jahrhunderts. Die Komposition für Tenor, Chor, Orchester und Orgel verbindet archaische Wucht, geistliche Innigkeit und nationale Klangsprache zu einem bewegenden musikalischen Bekenntnis. Entstanden ist ein Werk von großer emotionaler Spannweite, das zwischen Klage, Bitte und Hoffnung eindrucksvoll oszilliert. Kodály greift dabei tief in die ungarische Kultur- und Musiktradition und formt daraus eine ebenso persönliche wie allgemein verständliche Tonsprache. Unter der Leitung von Soma Szabó gestalten der Nyíregyházi Cantemus Kórus, die Staatskapelle Halle, Tenor Daniel Johannsen und Organist István Ella dieses außergewöhnliche Werk in großer Besetzung. Im Zusammenspiel von machtvollem Chorklang, orchestralem Reichtum und der farbenreichen Klangwelt der Ladegastorgel entfaltet sich eine eindringliche musikalische Dramaturgie. So wird der Merseburger Dom zu einem eindrucksvollen Resonanzraum für ein Werk, das spirituelle Tiefe und klangliche Größe auf besondere Weise vereint. Der Nyíregyházi Cantemus Kórus steht für jene große ungarische Chorkultur, die eng mit dem musikalischen Erbe Zoltán Kodálys verbunden ist. Aus der 1975 von Dénes Szabó begründeten Cantemus-Arbeit an der Zoltán-Kodály-Schule in Nyíregyháza ist eine Chorfamilie von internationalem Rang hervorgegangen, die mit ihren Ensembles weltweit konzertiert und vielfach ausgezeichnet wurde. In Merseburg ist damit ein Klangkörper zu erleben, der für stilistische Souveränität, große Ausdrucksdichte und eine tief im ungarischen Musikverständnis verwurzelte Chorkunst steht. Gerade in Kodálys Psalmus hungaricus dürfte diese besondere Verbindung von geistlicher Innigkeit, klanglicher Geschlossenheit und emotionaler Intensität eindrucksvoll erfahrbar werden. Mit der Staatskapelle Halle tritt in Merseburg ein großer mitteldeutscher Klangkörper auf, der sowohl im Konzert- als auch im Opernrepertoire zu Hause ist und breit aufgestellt ist. In Kodálys Psalmus hungaricus übernimmt das Orchester eine Schlüsselrolle: Es trägt die dramatischen Spannungsbögen des Werks, verbindet die vokale Wucht des Nyíregyházi Cantemus Kórus mit der Stimme des Tenors Daniel Johannsen und öffnet zugleich den Raum für die klanglichen Akzente der Ladegastorgel. Gerade aus diesem Zusammenspiel von orchestraler Fülle, chorischer Intensität und geistlicher Klangsprache bezieht das Werk seine besondere Wirkung. So wird die Staatskapelle Halle an diesem Abend zu einer tragenden Kraft eines großen musikalischen Gesamterlebnisses im Merseburger Dom.

56. Merseburger Orgeltage I Das große Abendkonzert Teil 2 – Franz Liszt “Krönungsmusik”
Merseburger Dom
Krönungsmusik – Franz Liszt (1811–1886): “Die Glocken des Straßburger Münsters” I “Ungarische Krönungsmesse” Zur Krönung von Franz Joseph I. und Elisabeth (Sissi) zum ungarischen Königspaar LEITUNG Stefan Mücksch MITWIRKENDE Julia Sophie Wagner – Sopran Britta Schwarz – Alt Daniel Johannsen – Tenor Henryk Böhm – Bass ENSEMBLES Mitglieder des Collegium Vocale Leipzig Domkantorei Merseburg Staatskapelle Halle AN DER ORGEL Denny Wilke Unter der „Krönungsmusik“ begegnen sich zwei eindrucksvolle Werke Franz Liszts, die geistliche Feierlichkeit, farbenreiche Klangfantasie und repräsentative Größe auf besondere Weise verbinden. Mit „Die Glocken des Straßburger Münsters“ entfaltet Liszt ein klangmächtiges, bildhaftes Stück voller Atmosphäre, während die „Ungarische Krönungsmesse“ seine Auseinandersetzung mit liturgischer Form, nationaler Prägung und festlichem Glanz eindrucksvoll vor Augen führt. Unter der Leitung von Stefan Mücksch musizieren Julia Sophie Wagner, Britta Schwarz, Daniel Johannsen und Henryk Böhm gemeinsam mit Mitgliedern des Collegium Vocale Leipzig, der Domkantorei Merseburg und der Staatskapelle Halle. An der Orgel setzt Denny Wilke zusätzliche klangliche Akzente und verbindet den vokal-orchestralen Reichtum des Abends mit dem besonderen Raumklang des Merseburger Doms. So verspricht dieses Konzert eine vielschichtige Begegnung mit Franz Liszt als Komponist zwischen geistlicher Tiefe, festlicher Geste und großer musikalischer Ausdruckskraft. Die Domkantorei Merseburg gehört zu den tragenden kirchenmusikalischen Ensembles des Merseburger Doms und prägt das musikalische Leben an diesem besonderen Ort in vielfältiger Weise mit. In ihr verbinden sich liturgische Erfahrung, chorklangliche Geschlossenheit und die lebendige Pflege geistlicher Musiktraditionen. Gerade in einem Werk wie Franz Liszts „Ungarische Krönungsmesse“ kommt diese Verbindung von Ausdruckskraft, Klangfülle und geistlicher Tiefe besonders zur Geltung. So bringt die Domkantorei Merseburg in das Konzert nicht nur musikalische Substanz, sondern auch jene innere Vertrautheit mit dem sakralen Raum ein, aus der heraus diese Musik ihre besondere Wirkung entfalten kann. Das Collegium Vocale Leipzig wurde 1993 gegründet und widmet sich vor allem der Aufführung mitteldeutscher Barockmusik in kammermusikalisch geprägter Besetzung. Im Zentrum seiner Arbeit stehen insbesondere Werke von Heinrich Schütz, seinen Zeitgenossen und Johann Sebastian Bach, wodurch sich das Ensemble einen profilierten Platz im mitteldeutschen Musikleben erarbeitet hat. Gemeinsam mit der Merseburger Hofmusik und anderen Orchestern war das Collegium Vocale Leipzig zudem an zahlreichen Kantaten-, Oratorien- und Einspielungsprojekten beteiligt, vielfach unter der Leitung von Michael Schönheit. In Merseburg ist damit ein Ensemble zu erleben, das für stilistische Klarheit, musikalische Präzision und eine lebendige Pflege der geistlichen Musiktradition steht.

56. Merseburger Orgeltage I Ungarische Musiknacht Teil 1 – „Laudes Organi – Lob der Orgel“, Ungarische Chor- und Orgelmusik
Merseburger Dom
Ungarische Musiknacht Teil 1: Zoltán Kodály (1882 – 1967) “Ungarische Chor- und Orgelmusik” Zoltán Kodály „Laudes Organi – Lob der Orgel“ für Chor und Orgel LEITUNG Soma Szabó CHOR Nyíregyházi Cantemus Kórus AN DER ORGEL István Ella Mit „Ungarische Musiknacht Teil 1“ rückt Zoltán Kodály als Komponist geistlicher Vokalmusik in den Mittelpunkt. Sein Werk „Laudes Organi“ für Chor und Orgel verbindet klangliche Strahlkraft, liturgische Tiefe und jene enge Verbindung von Wort, Gesang und musikalischer Architektur, die Kodálys Schaffen in besonderer Weise auszeichnet. Unter der Leitung von Soma Szabó gestaltet der Nyíregyházi Cantemus Kórus unter anderem in ihrem Programm dieses eindrucksvolle Werk mit jener stilistischen Souveränität und Ausdrucksdichte, für die die ungarische Chorkultur weithin geschätzt wird. Im Dialog mit der Orgel entfaltet sich ein Konzert von besonderer Konzentration und Leuchtkraft, das den Merseburger Dom in einen Raum intensiver musikalischer und geistlicher Erfahrung verwandelt. Mit Soma Szabó steht in Merseburg ein Dirigent am Pult, der die ungarische Chorkultur seit vielen Jahren maßgeblich mitprägt. Als künstlerischer Leiter des Nyíregyházi Cantemus Kórus verantwortet er mehrere Ensembles der traditionsreichen Cantemus-Chorfamilie; zugleich ist er als Adjunkt an der Universität Nyíregyháza tätig. Seine Ausbildung als Chordirigent erhielt er an der Liszt-Ferenc-Musikakademie Budapest; mit seinen Chören errang er zahlreiche erste Preise und Grand Prix bei internationalen Wettbewerben. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Liszt-Preis sowie mit einem Artisjus-Zenepädagogikpreis. Für das Konzert in Merseburg bringt Soma Szabó damit nicht nur große dirigentische Erfahrung mit, sondern auch eine künstlerische Nähe zur Kodály-Tradition, aus der diese Musik unmittelbar hervorgeht.

56. Merseburger Orgeltage I Ungarische Musiknacht Teil 3 – Ohrwürmer der ungarischen Operette
Merseburger Dom
Ungarische Musiknacht Teil 3: „Ich möchte träumen von Dir, mein Pucikám…“ Ohrwürmer der ungarischen Operette ENSEMBLE Salonorchester Cappuccino LEITUNG Albrecht Winter Mit der „Ungarischen Operette“ findet die Ungarische Musiknacht ihren beschwingten Ausklang. Das Salonorchester Cappuccino entfaltet dabei die ganze Vielfalt einer Musik, die von ungarischem Kolorit, tänzerischer Verve und feiner Unterhaltungskunst lebt. Zwischen schwelgerischen Melodien, rhythmischer Prägnanz und charmantem Klangwitz verspricht dieser Konzertteil einen Abend voller Leuchtkraft und Lebensfreude. Ein Programm, das die festliche Atmosphäre der Nacht mit Eleganz und Temperament auf besondere Weise abrundet.Geniessen sie den Abend im Kreuzgang des Merseburger Doms mit großer ungarischer Musiktradition und tollen ungarischen Weinen. Das Salonorchester Cappuccino wurde 1989 in Leipzig gegründet und widmet sich seither der Salon- und Unterhaltungsmusik in ihrer ganzen stilistischen Vielfalt. Sein Programmspektrum reicht von den frühen Wiener Ursprüngen der Salonmusik über Opern- und Operettenrepertoire bis hin zu thematischen Abenden, die auch gesellschaftliche und politische Kontexte der Unterhaltungsmusik beleuchten. Das Ensemble musiziert normalerweise in der sogenannten „reduzierten Pariser Besetzung“ mit neun Musikerinnen und Musikern, tritt je nach Anlass aber auch in kleineren Formationen auf. Seine Mitglieder gehören überwiegend renommierten Klangkörpern wie der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Staatskapelle Halle an oder lehren an Musikhochschulen in Köln, Bremen und Leipzig. Besonders geprägt wird das Ensemble durch den Pianisten und Arrangeur Horst Singer sowie durch den Stehgeiger und Conférencier Albrecht Winter, der die Konzerte mit großer stilistischer Kenntnis leitet und moderiert. Im Leipziger Gewandhaus ist Cappuccino seit Jahren fest präsent; aus der Reihe „Das gibt’s nur einmal“ sind dort inzwischen über 100 Programme hervorgegangen, die das Ensemble selbst als bundesweit singuläres Abonnementformat für Kaffeehausmusik beschreibt. Für die „Ungarische Operette“ bringt das Salonorchester Cappuccino damit genau jene Mischung aus Eleganz, historischer Kenntnis, Charme und musikalischer Beweglichkeit mit, die dieses Repertoire so reizvoll macht.

56. Merseburger Orgeltage I Festgottesdienst des Evangelischen Kirchspiels Merseburg
Merseburger Dom
Festgottesdienst des Evangelischen Kirchspiels Merseburg zum Abschluss der 56. Merseburger Orgeltage LEITUNG Stefan Mücksch ENSEMBLES Domkantorei Merseburg Cantiamo AN DER LADEGASTORGEL Michael Schönheit Mit Cantiamo gründete Stefan Mücksch im Oktober 1998 ein Ensemble, das bis heute durch seine besondere Mischung aus Engagement, musikalischer Neugier und stilistischer Offenheit geprägt ist. Rund 20 Schülerinnen und Schüler, Studierende und Berufstätige widmen sich hier gemeinsam einem breit gefächerten Repertoire. Viele von ihnen wirken zugleich in der Domkantorei mit und nutzen die zusätzliche Probenarbeit, um eigene musikalische Akzente zu setzen. Das Repertoire reicht von geistlicher bis weltlicher Chormusik und spannt einen Bogen über mehrere Jahrhunderte. Damit steht CANTIAMO für lebendige Chorkultur und ein vielseitiges musikalisches Miteinander.

56. Merseburger Orgeltage I Abschlusskonzert – Franz Schmidt „Das Buch mit sieben Siegeln“
Merseburger Dom
Abschlusskonzert: Franz Schmidt (1874 – 1939) „Das Buch mit sieben Siegeln“ LEITUNG Jörg-Peter Weigle CHOR Slovakischer Philharmonischer Chor Bratislava MITWIRKENDE Johannes: Daniel Johannsen – Tenor Stimme des Herren: Daniel Ochoa – Bass Susanne Bernhard – Sopran, Julie-Marie Sundal – Alt, Christoph Pfaller – Tenor Andreas Scheibner – Bass ENSEMBLE Anhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau AN DER LADEGASTORGEL Michael Schönheit Mit Franz Schmidts monumentalem Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“ finden die 56. Merseburger Orgeltage ihren eindrucksvollen Abschluss. Das Werk, Schmidts letztes vollendetes und zugleich meistgespieltes Oratorium, führt mitten hinein in die visionäre Welt der Offenbarung des Johannes und entfaltet in der Verbindung von Soli, Chor, Orchester und Orgel eine Musik von existenzieller Wucht. Unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle begegnen sich der Slovakische Philharmonische Chor Bratislava, die Anhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau, hochkarätige Solistinnen und Solisten sowie Michael Schönheit an der Ladegastorgel zu einem großen musikalischen Spannungsbogen zwischen Vision, Gericht, Trost und Verheißung. Im Zentrum steht Daniel Johannsen als Johannes, dessen Partie das Geschehen gleichsam erzählend und deutend durchmisst. Die mächtige Chorsprache, die farbenreiche Orchesterbehandlung und die klangprägende Orgel machen dieses Werk zu einem außergewöhnlichen Hörerlebnis von dramatischer Intensität. So verspricht das Abschlusskonzert einen Abend von seltener Dichte und Größe — ein festlicher, überwältigender Schlusspunkt der Merseburger Orgeltage. Mit dem Slovakischen Philharmonischen Chor Bratislava ist in Merseburg einer der profiliertesten professionellen Konzertchöre Mitteleuropas zu erleben. Das Ensemble wurde 1946 gegründet und gehört seit 1957 zu den festen Klangkörpern der Slowakischen Philharmonie; seit der Saison 2023/24 steht es unter der Leitung von Jan Rozehnal. Geschätzt werden vor allem seine klangliche Geschlossenheit, die Ausgewogenheit der Stimmgruppen und jene künstlerische Disziplin, die den Chor zu einem gefragten Partner bedeutender Dirigenten und internationaler Spitzenorchester gemacht hat. Gastspiele und Kooperationen mit Ensembles wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Israel Philharmonic oder dem Orchestre de Paris belegen diese herausragende Stellung ebenso wie die Auszeichnung mit dem Oper! Award 2023 als bester Chor. In Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ dürfte der Chor seine besondere Stärke eindrucksvoll entfalten: in den großen Steigerungen, den visionären Klangballungen und der geistigen Intensität eines Werkes, das ganz auf die Ausdruckskraft des Chores baut. Mit derAnhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau wirkt ein traditionsreicher mitteldeutscher Klangkörper mit, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1766 zurückreichen, als Friedrich Wilhelm Rust in Dessau mit dem Aufbau einer Hofkapelle begann. Aus dieser langen Geschichte heraus entwickelte sich ein Orchester, das seit dem späten 18. Jahrhundert eng mit dem Musiktheater der Stadt verbunden ist und heute als Anhaltische Philharmonie des Anhaltischen Theaters in Dessau das musikalische Profil des Hauses prägt. Seine große historische Spannweite, die Verwurzelung im Opern- und Konzertrepertoire und die Auszeichnung mit dem Musikpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2016 unterstreichen den Rang dieses Ensembles. Gerade für Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ bringt das Dessauer Orchester damit beste Voraussetzungen mit: spätromantische Klangfülle, dramatische Spannkraft und die Fähigkeit, große vokalsinfonische Bögen mit Präzision und Ausdruck zu tragen. So wird es zu einer wesentlichen Säule dieses monumentalen Abschlusskonzerts. Mit Jörg-Peter Weigle steht ein Dirigent am Pult, der wie nur wenige für die große deutsche Oratorien- und Chorsinfonik steht. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Leipziger Thomanerchor, anschließend studierte er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin; wichtige Stationen seines Wirkens waren unter anderem der Rundfunkchor Leipzig, die Dresdner Philharmonie, die Stuttgarter Philharmoniker und zuletzt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder). Zugleich prägte er über viele Jahre als Professor und Rektor die Berliner Musikhochschule Hanns Eisler und leitete von 2003 bis 2025 den Philharmonischen Chor Berlin. Dass Weigle sich nun in Merseburg Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ widmet, wirkt besonders stimmig: Bereits sein Abschiedskonzert mit dem Philharmonischen Chor Berlin stand 2025 unter diesem Werk, was auf eine besondere künstlerische Nähe zu dieser monumentalen Partitur schließen lässt. Für das Merseburger Abschlusskonzert verspricht das eine Deutung, die architektonische Klarheit, chorsinfonische Erfahrung und dramatische Zuspitzung auf eindrucksvolle Weise verbindet.
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