50.000 Jahre Leben in Salzgitter

Mittwoch, 9. September 2026 um 11:00 – 17:00 Uhr
Städtisches Museum Schloss Salder
Städtisches Museum Schloss Salder, Museumsleiter Arne Homann
Preis folgt
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In der Dauerausstellung im Schloss wird das Leben der Neandertaler im eiszeitlichen Klima thematisiert. Auch der Eiszeitgarten greift dieses auf und vermittelt einen Eindruck von den Lebensbedingungen der Neandertaler, dem Klima sowie der Ökologie jener Zeit. Auf etwa 2.000 qm Fläche findet der Besucher eine naturnah gestaltete Landschaft, die auf Grundlage der Ausgrabungsergebnisse umgesetzt wurde. Der Besucher erfährt, wodurch Landschaft und Lebewelt im Verlauf des Eiszeitalters geprägt und beeinflusst wurden und wie sich die Menschen an ihre spezifische Umwelt anpassten. Themenkomplexe wie Wetter, Klima, Klimawandel sowie Lebensweise von Neandertalern sind hier aufbereitet. Im Zentrum stehen neben einfachen Unterkünften und Arbeitsplätzen zur Fell- und Feuersteinbearbeitung sowie Nahrungsmittelzubereitung die Mammutfalle nebst einer Mammutfährte und ein lebensgroßes Wollnashorn. Der Eiszeitgarten ist Teil des Geoparks und bildet eine besondere Bereicherung im geologisch vielfältig geprägten Braunschweiger Land.
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Veranstaltungsort

Städtisches Museum Schloss Salder
Museumstraße 34, 38229 Salzgitter
Veranstalter: Städtisches Museum Schloss Salder, Museumsleiter Arne Homann
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Weitere Events in Salzgitter

Spürnasen Salzgitter - digitale Schnitzeljagd am Südufer des Salzgittersees
Stadtbad Salzgitter-Lebenstedt
Eingeladen sind kleine und große Entdeckerinnen und Entdecker auf Abenteuer-Touren an den schönsten und interessantesten Orten Salzgitters ein. Eingebettet in spannende Geschichten und begleitet von lustigen Tier-Charakteren gilt es für die Spürnasen knifflige Rätsel zu lösen, den richtigen Weg zu finden und lustige Mini-Spiele zu meistern. Bei allen Herausforderungen steht die Interaktion mit der Umgebung im Mittelpunkt, die digitale Spielewelt ist eng mit der realen Umwelt verbunden. Tour 1 führt um den südlichen Teil des Salzgittersees. Sie startet und endet am Stadtbad in Salzgitter-Lebenstedt und kann auch mit Fahrrädern bestritten werden. Die Spürnasen müssen hier den schiffbrüchigen Mause-Piraten Kapitän Salzbart retten und ihm dabei helfen, sein Schiff wieder seetüchtig zu machen. Es sind etwa 3-4 Stunden einzuplanen (mit dem Fahrrad geht es schneller). Haupt-Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Familien. Die App spricht Touristinnen und Touristen ebenso an wie Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner. Entwickelt wurde sie von der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS) in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter. Die technische Umsetzung erfolgte durch das Unternehmen UniGlow Entertainment. Nutzer/innen der App können ihre Rätseltouren grundsätzlich gänzlich unabhängig planen – außer dem Download sind keine zusätzlichen Materialien oder Einweisungen notwendig. Alle Stationen der Schnitzeljagd sind jederzeit frei zugänglich. Die hier angegebene Zeit richtet sich lediglich nach der Nachtruhe.

Albert’s Mini-Truck-Show
Städtisches Museum Schloss Salder
Miniatur-Nutzfahrzeuge – die sind die ganz große Leidenschaft von Albert Kierchner. Schon seit vielen Jahrzehnten sammelt der Salzgitteraner vor allem Modelltrucks im Kleinformat und vereint sie mit anderen historischen Objekten und grafischen Elementen zu kunstvollen Dioramen. Nun präsentiert er annähernd die Hälfte seiner Sammlung im Schafstall des Städtischen Museums Schloss Salder, wo auch die museale Fahrzeugsammlung des Museums zu sehen ist. In dieser für die ganze Familie geeigneten Schau gibt es auf insgesamt 17 Metern Tischlänge ganze 92 Dioramen in Vitrinen zu bestaunen. In ihnen sind viele hundert Modelle arrangiert. Meist sind sie zu teils komplexen Szenen zusammengestellt. Und der ein oder andere Salzgitter-Bezug darf natürlich nicht fehlen. Die Schau öffnet am Mittwoch, 19. August, um 11 Uhr. Zu besichtigen ist sie danach noch bis einschließlich 18. Oktober immer zu den Öffnungszeiten des Museums – Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 17 Uhr. Der Ausstellungsort Schafstall ist barrierearm. Parken kann man auf dem Schlosshof oder auf dem kleinen Parkplatz an der Straße „Hinter dem Knick“. Der Eintritt ist frei.

Einblick in die Erdgeschichte
Städtisches Museum Schloss Salder
Nicht nur dieser einzigartige Fund, auch die für die Entwicklung Salzgitters so wichtigen Bodenschätze Salz und Eisenerz sind ein Erbe der Meere. Zweimal, jeweils im Abstand von 30 Millionen Jahren, wurde Eisenerz abgelagert. Die Entstehung dieser Eisenerze und der in der Zechsteinzeit ausgefällten Salzgesteine werden in der Ausstellung ausführlich dargestellt. Geologie live erleben kann man bei einer Wanderung durch die Lichtenberge und den Salzgitter-Höhenzug. Die Geopfade führen zu den Gesteinsschichten, in denen die versteinerten Zeugnisse auch nach Millionen von Jahren noch zu finden sind. Seit 2007 ist das städtische Museum Schloss Salder auch Informationszentrum im Netzwerk des Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen.

Zwischen Reformation und Republik
Städtisches Museum Schloss Salder
Man kann u.a. auf Wandermusikanten aus Salzgitter treffen, die im 19. Jahrhundert auf allen Kontinenten zur Erbauung ihrer Zuhörer musizierten und zum Tanz aufspielten. Die Originalinstrumente sowie Dokumente, wie Reisepässe, veranschaulichen das Leben dieser Musiker. Das Handwerk in Salzgitter, beispielhaft dargestellt am Tischler-, Töpfer- und Zinngießerhandwerk, erfuhr zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine tiefgreifende Veränderung. Während des Königsreichs Westphalen (1807-1813) wurde die Vorherrschaft der Zünfte abgeschafft. Mit der damit verbundenen Gewerbe- und Handelsfreiheit hatten Handwerker erstmals die Möglichkeit, auch ohne Zustimmung der Zünfte, ihren Beruf auszuüben. Der Besucher der Ausstellung lernt aber auch den Tagelöhner Heinrich Friedrichs und den aus Salzgitter stammenden Abgeordneten der Deutschen Nationalversammlung, Heinrich Julius Ahrens, kennen. Beide kämpften Mitte des 19. Jahrhunderts für eine bessere, demokratische Welt. Die festliche Tafel, die aus dem Haus eines wohlhabenden Landwirtes stammt, dokumentiert sehr anschaulich den Wandel der Essgewohnheiten in der ländlichen Bevölkerung. An Feier- und Festtagen wollte man ebenso gut und abwechslungsreich speisen, wie die Bürger in der Stadt.

Salzgitter - Die neue Stadt
Städtisches Museum Schloss Salder
Tausende von Arbeitern wurden zunächst in rasch errichteten Barackenlagern untergebracht. Schlechter Wohnraum, große Kommunikationsprobleme untereinander und eine körperlich sehr schwere Arbeit führten dazu, dass viele Arbeiter schon nach wenigen Wochen das Salzgitter-Gebiet wieder verließen. Um diese Arbeiter halten zu können, begann 1937 der Bau der neuen Siedlungen. Die geplante Großsiedlung "Watenstedt-Salzgitter" sollte letztlich Heimat für über 100.000 Menschen werden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 10./11. April 1945 blieb Watenstedt-Salzgitter jedoch in jeder Hinsicht ein Torso. Es fehlte an allem. Nachdem die Bevölkerung der Stadt gemeinsam mit Gewerkschaften, Kirchen und Parteien die Totaldemontage der Reichswerke verhindert hatte, konnte Salzgitter mit Erstausstattungsmitteln des Bundes aufgebaut werden. Ein modernes Verkehrsnetz, Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser und Wohnungen wurden gebaut und weitere Industriebetriebe angesiedelt.

Salzgitter im Mittelalter
Städtisches Museum Schloss Salder
Von diesem Ereignis an wird das lokale und regionale mittelalterliche Geschehen in und um Salzgitter dargestellt. Herrenhöfe und Burgen zeigen die herrschaftlichen Strukturen in dieser Zeit. Das Leben auf dem Land in den rund fünfzig Dörfern des Salzgitter-Gebietes war geprägt durch die Landwirtschaft und das Handwerk. Mit der Integration des Salzgitter-Gebietes in das fränkische Großreich wurde das Christentum eingeführt. Die Christianisierung erfolgte vom Kloster Fulda aus über dessen Filialkloster Brunshausen bei Gandersheim und über Kloster Corvey. Zahlreiche Besitzverschreibungen an Kirchen und Klöster seit dem 8./9. Jahrhundert belegen dies. Im Stadtgebiet Salzgitter gab es drei Klöster: In Ringelheim (941*), in Steterburg (1001*) und in Engerode (1235*). Im Süden Salzgitters entstand im Hochmittelalter der Salzort "Solte to gittere". Mehrere Salzquellen traten im Warnetal an die Erdoberfläche. Die Bauern der umliegenden Dörfer Gitter, Vöppstedt und Kniestedt gewannen das "weiße Gold". Es gab 49 Salzkoten, in denen Salz gesotten wurde. Die um die Salzquellen herum entstandene Siedlung war relativ klein. Eine Wallanlage und Wassergräben beschützten den Ort.

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