Geschichte der Kindheit

Dienstag, 8. September 2026 um 11:00 – 17:00 Uhr
Städtisches Museum Schloss Salder
Städtisches Museum Schloss Salder
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Neben der häuslichen Erziehung spielte die Dorfschule des 19. Jahrhunderts dabei eine immer wichtigere Rolle. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Rekonstruktion eines historischen Klassenzimmers zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Ausstellungsbereich "Historische Spielwaren" gliedert sich in das so genannte "Lernspielzeug", dem Spielzeug für Knaben und das für Mädchen. Baukästen, optische Spielgeräte und Dampfmaschinen führten die Kinder des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts auf spielerische Art und Weise an die Welt der Erwachsenen heran. Die Technisierung des Alltags ließ eine Vielzahl von Spielwaren entstehen, die sich in erster Linie an Jungen richteten, wobei die Mobilität jeglicher Art im Vordergrund des Interesses stand. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt von Produkten der bedeutendsten deutschen Spielwarenfabrikanten. Puppen, Puppenstuben und -küchen, aber auch Plüschtiere stehen im Mittelpunkt der Spielwaren für Mädchen. Bei den Plüschtieren sei auf einen Teddy hingewiesen, der zwischen 1945 und 1952 in einer Werkstatt in Salzgitter-Lebenstedt produziert wurde. Ein weiteres Segment dieser Abteilung widmet sich der "Militarisierung der Kindheit". Selten sind Kinder und Jugendliche mit Spielwaren, Büchern und Schulmaterialien derart auf einen kommenden Krieg vorbereitet worden, wie in den Jahren zwischen 1910 und 1945.
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Städtisches Museum Schloss Salder
Museumstraße 34, 38229 Salzgitter
Veranstalter: Städtisches Museum Schloss Salder
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Weitere Events in Salzgitter

Spürnasen Salzgitter - digitale Schnitzeljagd am Südufer des Salzgittersees
Stadtbad Salzgitter-Lebenstedt
Eingeladen sind kleine und große Entdeckerinnen und Entdecker auf Abenteuer-Touren an den schönsten und interessantesten Orten Salzgitters ein. Eingebettet in spannende Geschichten und begleitet von lustigen Tier-Charakteren gilt es für die Spürnasen knifflige Rätsel zu lösen, den richtigen Weg zu finden und lustige Mini-Spiele zu meistern. Bei allen Herausforderungen steht die Interaktion mit der Umgebung im Mittelpunkt, die digitale Spielewelt ist eng mit der realen Umwelt verbunden. Tour 1 führt um den südlichen Teil des Salzgittersees. Sie startet und endet am Stadtbad in Salzgitter-Lebenstedt und kann auch mit Fahrrädern bestritten werden. Die Spürnasen müssen hier den schiffbrüchigen Mause-Piraten Kapitän Salzbart retten und ihm dabei helfen, sein Schiff wieder seetüchtig zu machen. Es sind etwa 3-4 Stunden einzuplanen (mit dem Fahrrad geht es schneller). Haupt-Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Familien. Die App spricht Touristinnen und Touristen ebenso an wie Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner. Entwickelt wurde sie von der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS) in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter. Die technische Umsetzung erfolgte durch das Unternehmen UniGlow Entertainment. Nutzer/innen der App können ihre Rätseltouren grundsätzlich gänzlich unabhängig planen – außer dem Download sind keine zusätzlichen Materialien oder Einweisungen notwendig. Alle Stationen der Schnitzeljagd sind jederzeit frei zugänglich. Die hier angegebene Zeit richtet sich lediglich nach der Nachtruhe.

Vom Erz zum Stahl
Städtisches Museum Schloss Salder
Im 19. Jahrhundert wurden im nördlichen Harzvorland mehrere große Hüttenwerke gegründet, so 1858 Ilsede, 1869 Gittertor und 1871 Othfresen. Diese Hüttenwerke sind aber bis auf Ilsede alle sehr schnell wieder geschlossen worden. Erst im Rahmen der Autarkiepolitik der Nationalsozialisten wurde ab 1937 im Salzgitter-Gebiet ein großes Hüttenwerk gebaut. Das Erz kam aus den Schächten im südlichen Stadtgebiet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile des Werkes demontiert. Nach langen Auseinandersetzungen konnte aber 1951 ein kleines Hochofenwerk die Produktion wieder aufnehmen. Heute ist der Stahlstandort Salzgitter einer der modernsten Europas und die Salzgitter AG ein global agierender Stahl- und Technologiekonzern.

Salzgitter - Die neue Stadt
Städtisches Museum Schloss Salder
Tausende von Arbeitern wurden zunächst in rasch errichteten Barackenlagern untergebracht. Schlechter Wohnraum, große Kommunikationsprobleme untereinander und eine körperlich sehr schwere Arbeit führten dazu, dass viele Arbeiter schon nach wenigen Wochen das Salzgitter-Gebiet wieder verließen. Um diese Arbeiter halten zu können, begann 1937 der Bau der neuen Siedlungen. Die geplante Großsiedlung "Watenstedt-Salzgitter" sollte letztlich Heimat für über 100.000 Menschen werden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 10./11. April 1945 blieb Watenstedt-Salzgitter jedoch in jeder Hinsicht ein Torso. Es fehlte an allem. Nachdem die Bevölkerung der Stadt gemeinsam mit Gewerkschaften, Kirchen und Parteien die Totaldemontage der Reichswerke verhindert hatte, konnte Salzgitter mit Erstausstattungsmitteln des Bundes aufgebaut werden. Ein modernes Verkehrsnetz, Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser und Wohnungen wurden gebaut und weitere Industriebetriebe angesiedelt.

50.000 Jahre Leben in Salzgitter
Städtisches Museum Schloss Salder
In der Dauerausstellung im Schloss wird das Leben der Neandertaler im eiszeitlichen Klima thematisiert. Auch der Eiszeitgarten greift dieses auf und vermittelt einen Eindruck von den Lebensbedingungen der Neandertaler, dem Klima sowie der Ökologie jener Zeit. Auf etwa 2.000 qm Fläche findet der Besucher eine naturnah gestaltete Landschaft, die auf Grundlage der Ausgrabungsergebnisse umgesetzt wurde. Der Besucher erfährt, wodurch Landschaft und Lebewelt im Verlauf des Eiszeitalters geprägt und beeinflusst wurden und wie sich die Menschen an ihre spezifische Umwelt anpassten. Themenkomplexe wie Wetter, Klima, Klimawandel sowie Lebensweise von Neandertalern sind hier aufbereitet. Im Zentrum stehen neben einfachen Unterkünften und Arbeitsplätzen zur Fell- und Feuersteinbearbeitung sowie Nahrungsmittelzubereitung die Mammutfalle nebst einer Mammutfährte und ein lebensgroßes Wollnashorn. Der Eiszeitgarten ist Teil des Geoparks und bildet eine besondere Bereicherung im geologisch vielfältig geprägten Braunschweiger Land.

Albert’s Mini-Truck-Show
Städtisches Museum Schloss Salder
Miniatur-Nutzfahrzeuge – die sind die ganz große Leidenschaft von Albert Kierchner. Schon seit vielen Jahrzehnten sammelt der Salzgitteraner vor allem Modelltrucks im Kleinformat und vereint sie mit anderen historischen Objekten und grafischen Elementen zu kunstvollen Dioramen. Nun präsentiert er annähernd die Hälfte seiner Sammlung im Schafstall des Städtischen Museums Schloss Salder, wo auch die museale Fahrzeugsammlung des Museums zu sehen ist. In dieser für die ganze Familie geeigneten Schau gibt es auf insgesamt 17 Metern Tischlänge ganze 92 Dioramen in Vitrinen zu bestaunen. In ihnen sind viele hundert Modelle arrangiert. Meist sind sie zu teils komplexen Szenen zusammengestellt. Und der ein oder andere Salzgitter-Bezug darf natürlich nicht fehlen. Die Schau öffnet am Mittwoch, 19. August, um 11 Uhr. Zu besichtigen ist sie danach noch bis einschließlich 18. Oktober immer zu den Öffnungszeiten des Museums – Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 17 Uhr. Der Ausstellungsort Schafstall ist barrierearm. Parken kann man auf dem Schlosshof oder auf dem kleinen Parkplatz an der Straße „Hinter dem Knick“. Der Eintritt ist frei.

Zwischen Reformation und Republik
Städtisches Museum Schloss Salder
Man kann u.a. auf Wandermusikanten aus Salzgitter treffen, die im 19. Jahrhundert auf allen Kontinenten zur Erbauung ihrer Zuhörer musizierten und zum Tanz aufspielten. Die Originalinstrumente sowie Dokumente, wie Reisepässe, veranschaulichen das Leben dieser Musiker. Das Handwerk in Salzgitter, beispielhaft dargestellt am Tischler-, Töpfer- und Zinngießerhandwerk, erfuhr zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine tiefgreifende Veränderung. Während des Königsreichs Westphalen (1807-1813) wurde die Vorherrschaft der Zünfte abgeschafft. Mit der damit verbundenen Gewerbe- und Handelsfreiheit hatten Handwerker erstmals die Möglichkeit, auch ohne Zustimmung der Zünfte, ihren Beruf auszuüben. Der Besucher der Ausstellung lernt aber auch den Tagelöhner Heinrich Friedrichs und den aus Salzgitter stammenden Abgeordneten der Deutschen Nationalversammlung, Heinrich Julius Ahrens, kennen. Beide kämpften Mitte des 19. Jahrhunderts für eine bessere, demokratische Welt. Die festliche Tafel, die aus dem Haus eines wohlhabenden Landwirtes stammt, dokumentiert sehr anschaulich den Wandel der Essgewohnheiten in der ländlichen Bevölkerung. An Feier- und Festtagen wollte man ebenso gut und abwechslungsreich speisen, wie die Bürger in der Stadt.

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