SOPHIA CONSTA – [diː ʃaːm]
Dienstag, 24. November 2026 um 11:00 – 18:00 Uhr
Galerie der Stadt Tuttlingen
Kunstkreis Tuttlingen e.V.
Preis folgt
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Der Titel in Lautschrift ist kein Zufall: er macht die „Scham“ unsichtbar und fordert gleichzeitig dazu auf, sie laut auszusprechen, so dass sich das Schamgefühl löst. Diese Gratwanderung zwischen Verbergen und Sichtbarmachen durchzieht die gesamte Ausstellung. Ein vielschichtiges Panorama von radikaler Selbstbeobachtung, kultureller Kodierung und feministischer Reflexion entfaltet sich. Einen Schwerpunkt bilden dabei Constas Selbstporträts, die sie seit 2006 jährlich in gleichbleibendem Format malt. Als Malerin und Modell zugleich zeigt sie ihren nackten Körper im Wandel der Zeit, ohne ihn an unrealistische Schönheitsideale anzupassen. Vielmehr soll ein Gegenentwurf entstehen, der innere Prozesse sichtbar macht, fest verankerte Vorstellungen von Weiblichkeit, Scham und weiblicher Scham hinterfragt und ein neues, selbstbestimmtes Verhältnis zur Natur formuliert. Von der Untermalung bis zum pastosen Farbauftrag spannt Sophia Consta dabei einen malerischen Bogen, den sie mit zeitgenössischen Fragestellungen in Dialog setzt. Ihre Bilder entstehen langsam, in meditativer Tiefe – als Gegenpol zur flüchtigen Bilderflut unserer Zeit. In der dreiteiligen Ausstellungsarchitektur – Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss – wird die Scham als Konstante über Zeiträume hinweg sichtbar: im Ausloten zwischen kindlicher Ungezwungenheit und bewusstem Eingreifen, im Echo an religiöse Mythen wie Adam und Eva sowie als Spiegel gesellschaftlicher Normen der Gegenwart und als Frage an zukünftige Körperbilder und Identitäten. Darüber hinaus regt die Ausstellung durch interaktive Elemente die Besucher*innen dazu an, eigene Erfahrungen mit dem Thema Scham neu wahrzunehmen und zu reflektieren. Costa wurde 1983 geboren und lernte an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Gustav Kluge und an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts de Paris bei Prof. Pat Andréa.
Quelle: mein.toubiz · © mein.toubiz / die jeweiligen Datengeber
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Veranstaltungsort

Galerie der Stadt Tuttlingen
Rathausstr. 7, 78532 Tuttlingen
Veranstalter: Kunstkreis Tuttlingen e.V.
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Weitere Events in Tuttlingen
JEREMIAS HEPPELER – alle sichtbaren dinge (sind nur masken aus karton)
Galerie der Stadt Tuttlingen
Denn auch 2026 begegnet uns Kunst eben nicht als l’art pour l’art, sondern als Mittel zu unterschiedlichsten Zwecken: als elitäre Kapitalanlage, als subkultureller Diskurs, als sich ständig verändernde Zeichenmatrix. Der Donautalkünstler, der sich selbst als Verwischer und Ausprobierer bezeichnet, möchte vor allem den Kunstmarkt auf spielerische Art und Weise hinterfragen. Das zentrale Werk „Der Wal” erscheint dabei zunächst als raumfüllendes, auf Bauplane gedrucktes Gemälde, das aber schon im Zuge der Eröffnung virtuell zerteilt wird. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung haben die Möglichkeit, sich für einen schmalen Taler ein Teil des Bildes zu sichern. Doch damit nicht genug: die potentiellen Käufer und Käuferinnen können auch entscheiden, ob sie ihr Stück des Bildes als Werk besitzen oder es direkt zur Tasche oder zum Rucksack upcyclen möchten. Pünktlich zur Vernissage wird „Der Wal” dann performativ zerteilt, und das Werk recycelt sich noch während der Ausstellung. Darüber hinaus zeigt Jeremias Heppeler Videoarbeiten und Masken, die während seiner zahlreichen Auslandsprojekte entstanden sind. In Togo, wo er zur deutschen Kolonialgeschichte forschte. In Japan, wo er sich mit dem Geisterglauben der ländlichen Bevölkerung beschäftigte. In den USA, in Upstate New York, wo er den aufkeimenden Trumpismus beobachtete. In Argentinien, wo er eine Punkband gründete. In Rumänien, wo er für zwei Wochen in einem Hochsicherheitsgefängnis lebte. Zur Eröffnung performt Heppeler mit seinen wichtigsten Weggefährt*innen: Mit den Schweizer Künstlerinnen Mia Nägeli und Jessica Jurassica, mit denen er das Kollektiv „Dieter Meiers Rinderfarm“ gründete. Und mit dem Produzenten und Pianisten Jan Wagner und seinem Vater Christof Heppeler, mit denen er die Band „die hunde“ bildet.
Großer Bücherflohmarkt
Stadtbibliothek Tuttlingen
Ab Dienstag, 23. Juli startet wieder unser jährlicher Bücherflohmarkt. Bis Ende der Sommerferien sind im Lesecafé aus dem Bibliotheksbestand ausgeschiedene Romane Zeitschriften Kinderbücher Sachbücher DVDs und CDs ausgestellt, die zu absoluten Schnäppchenpreisen zwischen 20ct und 1€ erworben werden können. Der Erlös kommt neuen Bibliotheksmedien zugute!
SEBASTIAN MAROKKO WALTER – ZoeNosen
Galerie der Stadt Tuttlingen
In seinem Werk verbindet der Künstler und Biologe Sebastian Marokko Walter wissenschaftliche und künstlerische Forschung in Bereichen wie Neurobiologie und Wahrnehmungspsychologie, Archäologie und Anthropologie, Ökologie und Diversität. In der Ökologie steht der Begriff Zönose für eine Gemeinschaft von Lebewesen, die miteinander in Beziehung stehen. Die Installation ZoeNosen untersucht nichtmenschliche Lebensgemeinschaften in einer vom Menschen geprägten Umwelt. Seit 2018 dokumentiert Sebastian Marokko Walter wildwachsende Pflanzen urbaner Räume und die sie besuchenden, nutzenden und/oder fördernden Tiere, vorwiegend Insekten. Hierfür setzt er unterschiedliche künstlerische Medien ein – Malerei, Zeichnung, Fotografie, Film, Tonaufnahmen, plastische Verfahren, Licht, Texte und Collagen. Zentrale Arbeiten der Ausstellung sind gesprayte Pflanzenporträts und Fotografien der mit diesen Pflanzen assoziierten Tierwelt, die mit anderen Dokumenten zu Raum-Objekten verwobenen werden. Die Installation in der Galerie der Stadt Tuttlingen stellt diese fragilen Gemeinschaften in die Mitte einer Geschichte des Lebens, vom Beginn bis zu einem möglichen (vorläufigen) Ende. Der in Berlin lebende Sebastian Marokko Walter wurde 1968 in Schwenningen am Neckar geboren. Nach dem Studium der Biologie und Freien Malerei an der Universität Hohenheim und der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart forschte er zunächst im Bereich der Neurowissenschaften in New York, Magdeburg und Gießen, gefolgt von nationalen und internationalen Stipendien und Förderungen im Bereich Bildende Kunst. Seit 2012 erforscht er mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln Verbindungen von Menschen und nichtmenschlichen Lebewesen von der Steinzeit bis in die Gegenwart – unter anderem zusammen mit dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Goethe-Institut, der Heinrich-Böll-Stiftung Neu-Delhi und dem National Centre for Biological Sciences Bangalore.
Lesebärenclub - Vorlesespaß für Kinder
Stadtbibliothek Tuttlingen
Lesepatin Claudia Schreiber-Winkler liest "Henri und Henriette fahren in die Ferien" Hahn Henri will mit der ganzen Familie in die Ferien fahren. Und zwar nicht irgendwohin, sondern nach Paris, zum Eiffelturm. Doch kaum sind die Hühner bis zum nächsten Dorfteich gekommen, da hat der Traktor einen Platten! Ist die schöne Reise hier etwa schon zu Ende? Oder ist das erst der Anfang eines ganz famosen Ferienabenteuers ... Lesepatin Claudia Schreiber-Winkler liest vor. Alle Kinder ab 3 Jahren sind herzlich in den Lesebärenclub der Stadtbibliothek eingeladen. Das Zuhören ist kostenlos. Stadtbibliothek Tuttlingen/Lesecafé (1. Stock)
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Recht und Unrecht - Hexenverfolgung wahre und unwahre Geschichten
Stadt Tuttlingen
Die Hexenprozesse zwischen 1597 und 1622 in Tuttlingen gehörten zur Hochphase der Verfolgung im Südwesten. Den Beschuldigten wurden schwere Vergehen vorgeworfen – darunter Schadenszauberei, Kindsmord, Teufelspakt und Teufelsbuhlschaft. Entgegen einem gängigen Vorurteil fanden Hexenverfolgungen nicht nur in katholischen Gebieten statt. Auch protestantische Territorien wie das Herzogtum Württemberg, zu dem die Herrschaft Tuttlingen seit 1404 gehörte, waren betroffen. Zwischen 1597 und 1622 wurden in Tuttlingen 15 Frauen, die der Hexerei bezichtigt wurden, hingerichtet. Die letzte Hexenhinrichtung fand 1622 statt. Den Beschuldigten wurden schwere Vergehen vorgeworfen – darunter Schadenszauberei, Kindsmord, Teufelspakt und Teufelsbuhlschaft.

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