Flavio, Re de' Longobardi
Freitag, 23. Oktober 2026 um 19:30
Staatstheater Meiningen, Großes Haus
Städtetourismus in Thüringen" e.V.
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Georg Friedrich Händels „Flavio, Re de’ Longobardi“ (1723) zählt zu den unbekannten Frühwerken seiner Londoner Zeit. Händel spielt hier virtuos mit höfischen Konventionen und verbindet politische Intrigen, komische Momente und intime Gefühlsdramen zu einem überraschend leichten, fast ironischen Tonfall. Im Zentrum steht der impulsive Langobardenkönig Flavio, der sich von Machtspielen und Liebesverwicklungen treiben lässt, während rivalisierende Väter und Liebende zwischen Pflicht und Leidenschaft zerrieben werden. Am barocken Hof ist nichts privat: Jeder steht unter Beobachtung, das Leben des Königs ist öffentliche Bühne.In Max Emanuel Cencics sinnlicher und humorvoller Inszenierung wird dieser Hof zur Manege, in der jeder gegen jeden antritt. Menschliche Schwächen werden demonstrativ zur Schau gestellt – „Exhibitionismus menschlicher Schwäche wird zum Theater selbst“, so der Regisseur. Musikalisch besticht „Flavio“ durch die Balance aus expressiven Arien und pointierten Rezitativen. Trotz tragischer Momente vermeidet Händel pathetische Schwere und entfaltet eine elegante Mischung aus Drama und subtiler Satire. So erweist sich die Oper als eines von Händels originellsten Bühnenwerken – voller psychologischer Feinzeichnung und musikalischem Witz. Eine Produktion in Kooperation mit dem Bayreuth Baroque Opera Festival Als Gäste sind in dieser Produktion folgende Countertenöre zu erleben: Flavio:Rémy Brès-Feuillet (Vorstellungen: 23.10., 05.11., 22.11., 16.12.2026, 20.02., 02.03.2027)Lidor Mesika (Vorstellungen: 01.11., 25.12.2026, 16.01.2027) Guido:Max Emanuel Cencic (Vorstellungen: 23.10., 01.11., 22.11.2026)Nicholas Tamagna (Vorstellungen: 05.11., 16.12., 25.12.2026, 16.01., 20.02., 02.03.2027) Zur Einstimmung auf das Werk laden wir Sie herzlich zur Matinee am Sonntag, 11.10.2026, um 11.15 Uhr ins Foyer Großes Haus ein (Eintritt frei).
Quelle: DZT · Lizenz: https://cms.thuecat.org/datenquelle-thuecat · © Städtetourismus in Thüringen" e.V.
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Veranstaltungsort

Staatstheater Meiningen, Großes Haus
Bernhardstr. 5, 98617 Meiningen
Veranstalter: Städtetourismus in Thüringen" e.V.
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Weitere Events in Meiningen

Öffentliche Führung in der DEW
Dampflok Erlebniswelt
Führungen ohne Voranmeldung Regelmäßig finden öffentliche DEW-Führungen statt, um den Besuchenden die Faszination Dampflok noch näher zu bringen. WÖCHENTLICHE TERMINE: Donnerstag | 14:00 UhrSamstag | 12.30 UhrSonntag | 11:00 UhrWISSENSWERTES Dauer: 1,5 StundenAnmeldung: nicht erforderlichKosten: 2,- Euro (zusätzlich zum Eintrittspreis)

Mephisto
Staatstheater Meiningen, Großes Haus
„Ich bin doch nur ein Schauspieler!“ – Klaus Manns Exilroman „Mephisto“, erstmals erschienen 1936 in Amsterdam, trägt den Untertitel „Roman einer Karriere“. Es ist die Geschichte des kometenhaften Aufstiegs des Schauspielers Hendrik Höfgen und sie führt uns mitten hinein in die Künstler-, Theater- und Probenwelt seiner Zeit. Von Höfgens Anfängen in der Weimarer Republik auf einer linken Agitprop-Bühne in Hamburg bis zum Gipfel seines künstlerischen Erfolges als Darsteller des Mephisto und als Staatsintendant im Berlin der 1930er-Jahre unter der Naziherrschaft reicht die Handlung dieses schillernden Theaterromans. „Mephisto“ liest sich unschwer als Schlüsselroman über Schauspielerlegende Gustaf Gründgens, für den die Rolle des „Mephisto“ aus Goethes „Faust“ zu einer Schicksals- und Lebensrolle wurde. Der faustische Pakt mit dem Teufel wurde zur Metapher für seine fragwürdige Nähe zum Naziregime. Klaus Mann hat für sich in Anspruch genommen, einen exemplarischen Roman über Opportunismus und den Verrat der politischen und moralischen Integrität zugunsten einer Karriere geschrieben zu haben. Aktueller denn je stellt „Mephisto“ heute die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen und nach dem komplizierten Verhältnis von Kunst und Macht.

The Legend of Georgia McBride
Staatstheater Meiningen, Kammerspiele
Eine heruntergekommene Bar in Panama City, Florida: In die Show des jungen Elvis-Imitators Casey verirren sich allenfalls ein paar gestrandete Gestalten. Daran ändert weder sein neues Outfit etwas, noch das Angebot von Eddy, dem Barbetreiber: Wer bis zum Schluss bleibt, bekommt einen Drink gratis! Längst kann Casey seine Miete nicht mehr zahlen und dann wird auch noch seine Freundin schwanger. Eddy hat die Nase voll von Caseys Hüftschwungakrobatik und engagiert die Drag-Show seines Cousins, um seinen Laden über Wasser zu halten. Bühne frei für die atemberaubende Dragqueen Miss Tracy Mills! Doch das ist zugleich der Anfang und die Geburtsstunde von „Georgia McBride“, denn Casey muss überraschend einspringen. Diesmal allerdings nicht mit Schmalzlocke, sondern mit Highheels, ganz viel Schminke und einem Song von Edith Piaf, von dem er noch nie gehört hat. The Show must go on! Und das Publikum? Ist begeistert! „The Legend of Georgia McBride“ des amerikanischen Shooting-Stars Matthew López ist eine herzerwärmende Backstage-Komödie mit viel Charme und ganz viel Glitzer. Und wie nebenbei ein klares Statement des Autors für Toleranz und Diversität in Zeiten eines nicht zuletzt von Amerika ausgehenden patriarchalen Rollbacks.

1. Notentanz im Rautenkranz
Rautenkranz
Der „Notentanz im Rautenkranz“ ist als unterhaltsame, kurzweilige Instrumentenvorstellung gedacht, bei der jedes Mal andere Instrumente im Mittelpunkt stehen. Kombiniert wird der Klang der Instrumente und Noten mit dem Erzählen einer passenden Geschichte. Bei ca. 35 Minuten Spieldauer erklingen laute und leise Töne, lange und kurze. Die Macher laden in den Rautenkranz ein, um in kleiner Form Kinder mit klassischen Melodien vertraut zu machen. In dieser Ausgabe des Notentanzes trifft die Schauspielerin Anja Lenßen auf den Soloflötisten der Meininger Hofkapelle, Ekkehard Hauenstein.

History of Rock 'n' Roll - The Show
Staatstheater Meiningen, Großes Haus
Die Besucher erwartet eine unglaubliche Zeitreise durch die Jahrzehnte, in deren Verlauf die musikalische Entwicklung auf eindrucksvolle Weise direkt und unmittelbar erfahrbar wird. Gespielt werden Hits von den Rock ‚n‘ Roll-Legenden Bill Haley, Chuck Berry, Elvis Presley oder Buddy Holly. Hauptakteure der Show sind Musiker, die zu den gefragtesten Rock ‚n‘ Roll-Musikern Deutschlands zählen und hundertprozentige Spezialisten sind. Der Sänger und Moderator Bob Dawn (ein gern gesehener Gastsänger bei „Dick Brave & the Backbeats“, der mit „Sasha“ den A-capella-Song „Coming Home“ sang), führt als Gastgeber kurzweilig und witzig durch den Abend. Bereits seit 20 Jahren spielen die Musiker zusammen und sind fester Bestandteil bei verschiedenen Produktionen.

Floh im Ohr
Staatstheater Meiningen, Großes Haus
Ein Päckchen setzt Madame Chandebise einen Floh ins Ohr: Ihr Mann hat eine Affäre! Wie sonst sollte es zustande kommen, dass ihm ein Hotel mit dem zwielichtigen Namen „Zur Zärtlichen Miezekatze“ seine Hosenträger hinterherschickt?! Sie verschwört sich mit ihrer Freundin Lucienne, die beiden fingieren ein Rendezvous in dem vermeintlichen Liebesnest, um den Ehebrecher in flagranti zu überführen. Das Unheil vorausahnend, will Chandebise’ Neffe die Beteiligten warnen, aber aufgrund einer Konsonantenschwäche bleibt die Wahrheit ungehört und die Lösung unverstanden. Ein Zufall ist hinter dem anderen her, eine Verwechslung jagt die andere, ein Missverständnis verfolgt das nächste und als wäre es nicht schon genug: Monsieur Chandebise und der Hoteldiener Poche gleichen sich wie ein Ei dem anderen.Eine misstrauische Frau. Ein Päckchen mit Hosenträgern. Ein gefälschter Brief. Ein Stundenhotel. Ein impotenter Mann, ein freizügiger, ein rasend eifersüchtiger, einer mit Konsonantenschwäche, ein Doppelgänger: Der französische Dramatiker Georges Feydeau hat sich mit seiner turbulenten Verwechslungskomödie „Floh im Ohr“ (1907) seinen Platz in der Theatergeschichte gesichert, denn wenn einem schon der Kopf schwirrt, schraubt sich diese Farce noch eine Spirale höher. Temporeich, absurd, genial!


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