Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz
Mittwoch, 21. Oktober 2026 um 10:00 – 17:00 Uhr
Landesmuseum Mainz
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Die Ausstellung „Shalom am Rhein“ zeichnet ein eindrucksvolles Panorama von über 1000 Jahren jüdischen Lebens in Rheinland-Pfalz. Im Mittelpunkt stehen die bedeutenden SchUM-Gemeinden Speyer, Worms und Mainz, die im Mittelalter das europäische Judentum nachhaltig prägten und heute als UNESCO-Welterbe anerkannt sind. Dieselben Orte, die einst Zentren von Wissen, Kultur und religiösem Leben waren, wurden im Laufe der Geschichte jedoch auch zu Schauplätzen von Verfolgung, Ausgrenzung und Zerstörung. Anhand berührender Objekte, eindrucksvoller Biografien sowie sichtbarer Spuren von Zerstörung und Neubeginn eröffnet die Ausstellung im Landesmuseum Mainz neue Perspektiven auf das Zusammenleben von jüdischer und nicht-jüdischer Gesellschaft. Dabei wird jüdische Geschichte nicht nur als Leidensgeschichte erzählt, sondern als eine reiche, vielschichtige und untrennbar mit der Region verbundene Kulturgeschichte. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Landjudentum, das sich abseits der großen Städte entwickelte und über Jahrhunderte das Bild der Region mitprägte. In kleinen Gemeinden, zwischen Kirchturm und Dorfplatz, lebten Jüdinnen und Juden als Minderheit innerhalb der Mehrheitsgesellschaft. Synagogen und Friedhöfe zeugen bis heute von diesem Alltag, der von Anpassung und zugleich vom festen Willen zur Bewahrung eigener Traditionen geprägt war. Diese Balance verlieh den Gemeinschaften eine besondere Stärke. Sichtbar wird zudem die bedeutende Rolle der Frauen, die früh Verantwortung in Familie, Religion und Handel übernahmen und damit ein bemerkenswertes Maß an Eigenständigkeit zeigten. So entfaltet „Shalom am Rhein“ ein lebendiges Bild jüdischen Lebens zwischen Stadt und Land, Integration und Ausgrenzung, Tradition und Erneuerung.
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Veranstaltungsort

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49 - 51, 55116 Mainz
Veranstalter: Landesmuseum Mainz
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