JAHRESAUSSTELLUNG 2026 – Neue Arbeiten von Künstler*innen aus der Region: Führung
Mittwoch, 9. Dezember 2026 um 17:00
Galerie der Stadt Tuttlingen
Galerie der Stadt Tuttlingen
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Im Rahmen der traditionellen Jahresausstellung der Galerie der Stadt Tuttlingen sind Künstler*innen der Region im Umkreis von 50 km eingeladen, sich mit ihren neuen Arbeiten zu bewerben. Über die Zulassung zur Ausstellung entscheidet eine jährlich unterschiedlich besetzte, unabhängige Jury, die sich aus Mitgliedern des Gemeinderats und Vertreter*innen des Kunstlebens zusammensetzt. Hieraus resultiert eine abwechslungsreiche Schau, die den Besucher*innen Einblick in das reiche und vielfältige Kunstschaffen in der Region vermittelt.
Quelle: mein.toubiz · © mein.toubiz / die jeweiligen Datengeber
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Veranstaltungsort

Galerie der Stadt Tuttlingen
Rathausstr. 7, 78532 Tuttlingen
Veranstalter: Galerie der Stadt Tuttlingen
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Weitere Events in Tuttlingen
JAN DOUMA UND KATRIN LAADE
Galerie der Stadt Tuttlingen
Über ihre Arbeit schreibt Katrin Laade: „Für mich ist die Auseinandersetzung mit Farbe und Bildraum ein zentrales Anliegen. Ich bewege mich im Spektrum abstrakter Malerei, prozessuale Abläufe sind verfahrensgebend. Dennoch liegen den Bildern Fotos von realen Gegebenheiten, gesellschaftlich-politischen oder Natur-Ereignissen zugrunde. Ich versuche, den Formenkanon der Moderne zu benutzen, ihn aber gleichzeitig im Sinne einer zeitgenössischen Haltung zu variieren und die Spielarten und Ränder abstrakter Malerei zu erweitern und weiterzuentwickeln. Meinen eigentlichen Antrieb bestimmen aber die Suche nach der Unberechenbarkeit guter Malerei und die Frage, inwieweit sich Mal- und Denkprozesse zu einer künstlerischen Einheit verbinden.“ Die Skulpturen des gebürtigen Niederländers Jan Douma sind zurückhaltend und reduziert in der Form. Häufig bestehen sie aus einzelnen Elementen, die nebeneinander stehen, aufeinander liegen oder sich anlehnen. Zusammengefügt oder auch aus einem Stück herausgearbeitet, treten die einzelnen Teile miteinander in Dialog. Die verwendeten Materialien sind Stein, Beton, korrodiertes Eisen oder geflämmtes Holz, einzeln oder in Kombination. Die Materialien werden unterschiedlich bearbeitet, fast roh belassen und mit nur minimalen Eingriffen versehen, oder komplett durchgeformt und fein geschliffen. Die Arbeitsweise ist vielfach ein Prozess der Reduktion, des Abwiegens von Formen gegeneinander und des Nachspürens im Zusammenspiel zwischen Form, Material und Oberfläche. Die Oberflächenstrukturen spielen dabei eine wichtige Rolle. Zentral sind die Zwischenbereiche, Übergänge und Bezüge. Im gesamten Arbeitsprozess wird versucht, eine Offenheit zu bewahren und auch Unfertiges, Zufälliges und Fehlerhaftes zu integrieren.
SEBASTIAN MAROKKO WALTER – ZoeNosen
Galerie der Stadt Tuttlingen
In seinem Werk verbindet der Künstler und Biologe Sebastian Marokko Walter wissenschaftliche und künstlerische Forschung in Bereichen wie Neurobiologie und Wahrnehmungspsychologie, Archäologie und Anthropologie, Ökologie und Diversität. In der Ökologie steht der Begriff Zönose für eine Gemeinschaft von Lebewesen, die miteinander in Beziehung stehen. Die Installation ZoeNosen untersucht nichtmenschliche Lebensgemeinschaften in einer vom Menschen geprägten Umwelt. Seit 2018 dokumentiert Sebastian Marokko Walter wildwachsende Pflanzen urbaner Räume und die sie besuchenden, nutzenden und/oder fördernden Tiere, vorwiegend Insekten. Hierfür setzt er unterschiedliche künstlerische Medien ein – Malerei, Zeichnung, Fotografie, Film, Tonaufnahmen, plastische Verfahren, Licht, Texte und Collagen. Zentrale Arbeiten der Ausstellung sind gesprayte Pflanzenporträts und Fotografien der mit diesen Pflanzen assoziierten Tierwelt, die mit anderen Dokumenten zu Raum-Objekten verwobenen werden. Die Installation in der Galerie der Stadt Tuttlingen stellt diese fragilen Gemeinschaften in die Mitte einer Geschichte des Lebens, vom Beginn bis zu einem möglichen (vorläufigen) Ende. Der in Berlin lebende Sebastian Marokko Walter wurde 1968 in Schwenningen am Neckar geboren. Nach dem Studium der Biologie und Freien Malerei an der Universität Hohenheim und der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart forschte er zunächst im Bereich der Neurowissenschaften in New York, Magdeburg und Gießen, gefolgt von nationalen und internationalen Stipendien und Förderungen im Bereich Bildende Kunst. Seit 2012 erforscht er mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln Verbindungen von Menschen und nichtmenschlichen Lebewesen von der Steinzeit bis in die Gegenwart – unter anderem zusammen mit dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Goethe-Institut, der Heinrich-Böll-Stiftung Neu-Delhi und dem National Centre for Biological Sciences Bangalore.
Tuttlinger Haus
Tuttlinger Haus
Das Gebäude beherbergte zwei Familien, die vor dem Brand nicht gemeinsam unter einem Dach gelebt hatten. Das Gebäude weist alle typischen Merkmale der nach dem Stadtbrand errichteten Häuser auf: Vom unveränderten Walmdach, dem „Tuttlinger Hut“, über den Aufzugsschacht im Gebäudeinneren bis hin zur Aufteilung in Stockwerkseigentum sind alle Charakteristika der Tuttlinger Häuser vertreten. Vom Keller bis zum Speicher kann dem früheren Leben im Haus nachgespürt werden. Gezeigt werden unter anderem ein Stadtmodell, eine Wagnerwerkstatt, Wohnsituationen, Objekte zu den Themenbereichen Herrschaft, Stadtbild, Lebensstationen, Vereinskultur und Zuwanderung. Im Dach gibt es einen unverbauten Blick in einen "Tuttlinger Hut" und ins "Obertenloch”.
Ambient & Noise
KUKAV. Kulturkasten – Verein für interkulturellen Austausch e.V.
Ein Abend mit experimenteller Musik aus dem Noise/Ambient – Bereich. Mit den Lokalmatadoren DJ Unendlich (Christof Heppeler) und Lukas Fraktal (Lukas Stepput) sowie Grodock aus Leipzig und Emerge aus Augsburg DJ Unendlich kommt niemals allein. Mit verschiedenen Objekten, Geräten und Klangerzeugern erschafft er einen Sound, der zwischen elektronischer Musik, Geräusch und Mythologie wandert. Textfragmente öffnen dabei eine weitere Ebene und ziehen die Zuhörer tiefer in die entstehenden Klangbilder hinein. Nichts ist vollständig geplant – nicht einmal der DJ selbst weiß, wohin sich der Klang bewegt oder wie weit er reicht. Lukas Fraktal präsentiert ein No-Input-Performance-Set, in dem sich Klang aus dem eigenen Audiosystem heraus entwickelt. Über Rückkopplungen, Rauschen und minimale Eingriffe entsteht ein dunkler, meditativer Sound zwischen Ambient, Noise und Klanginstallation. Der Prozess bleibt dabei offen: Jeder Ton entsteht aus dem vorherigen und wird Teil eines sich ständig verändernden Klangraums. Grodock (aka David Leutkart) bringt seit 2009 Soundkompositionen, unter anderem auf seinem Label für experimentelle Musik „Grubenwehr Freiburg“ heraus und tritt live auf. Die Sounds von Grodock rangieren von harmonischen Ambientflächen bis hin zu von Geräuschen dominierten Klangcollagen. Für die Erstellung der Sounds kommen selbstgebaute Instrumente, analoge Synthiziser und Sampler zum Einsatz. Grodock arbeitete unter anderem mit der Klezmer-Band „Haiducken“ zusammen, deren Sounds er für elektroakustische Neuinterpretationen als Basis für einen gemeinsamen Auftritt verwendete. Konzerte fanden neben vielen Spielorten in Deutschland in Kopenhagen (Mayhem), Island (Nordanpaunk-Festival) oder Neuseeland (End of the Line Festival) statt. Dieses Jahr erscheint ein Album in Zusammenarbeit mit dem Noise-Urgestein Carsten Vollmer aus Essen auf dessen Label, für die Grodock ausschließlich mit manipulierten Klaviertönen arbeitete. Mit einer Grodock-Performance belegte Leutkart beim Richtfest 2018 in Radolfzell den ersten Platz und gewann einen Förderpreis für Nachwuchskünstler:innen. Grodock auf: bandcamp discogs Sascha Stadlmeier veröffentlicht mit seinem Projekt EMERGE seit 2003 elektroakustische Musik, auf internationalen Labels wie Drone Records, Tâalem, aufabwegen und Frozen Light. Neben seiner kompositorischen Arbeit an der Schnittstelle von Musique concrête, Drone und Noise ist er seit 2026 verstärkt im Bereich der freien Improvisation aktiv. Neben Live Electronics kommen dabei Gitarre, Bass und mikrofonierte Objekte zum Einsatz. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Kooperationen mit anderen Musiker*innen unterschiedlichster Stilrichtungen, darunter u.a. If, Bwana, Doc Wör Mirran, Toy Bizarre und Ralf Wehowsky. Seine intensive Konzerttägigkeit im In- und Ausland führte ihn u.a. nach Frankreich, Belgien, Italien, die Schweiz, Österreich, Skandinavien, Russland, das Baltikum, Georgien und Armenien. Er präsentierte seine Musik auf zahlreichen internationalen Festivals wie Avantgarde Festivall, lab30, 20 Jahre MGNM, Zasavje Noisefest, Ecological Sound of Varna Fest und Autistic Campaign Fest. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Perfomer realisierte Stadlmeier diverse Klanginstallationen und eine Radiokomposition für das Studio Akustische Kunst des WDR. homepage bandcamp discogs
Theater Doris Batzler: Mit 13 Koffern um die Welt
Stadtbibliothek Tuttlingen
Kindertheater in der Stadtbibliothek Nelly ist mal wieder auf Entdeckungsreise. Mit vielen Koffern bepackt macht sie sich auf den Weg. Gemeinsam mit ihren kleinen Freunden stürzt sie sich in spannende Abenteuer, die sie an Orte führen, die wie aus dem Nichts entstehen. Dabei entdeckt sie mit unbändiger Neugier die vielen Wunder dieser Welt und erkennt dabei immer wieder, dass in den kleinsten Dingen große Geschichten schlummern. Eine clowneske Kindergeschichte! Ab 3 Jahren Dauer circa 50 Minuten Der Vorverkauf startet 15 Tage vor der Aufführung! Reservierungen sind in der Stadtbibliothek oder unter Tel. 07461 161246 möglich. Einlass um 14.15 Uhr. Während der Vorstellung sind (Video-) Aufnahmen nicht erlaubt.
Beyond Patriarchy
KUKAV. Kulturkasten – Verein für interkulturellen Austausch e.V.
Gesprächsrunde zum Thema Überwindung des Patriarchats für Männer. Männers, wir müssen reden. Der Fall Pelicot, die Fälle um Frank S. in Berlin oder die Vergewaltigung im Cornell College sind nur furchtbare Spitzen eines Eisberges der uns alle angeht: Das Patriarchat oder die Manosphere. Als Männer sind wir Teil dieses Systems und tragen Verantwortung dafür was innerhalb dieser Systeme passiert. Über diese Verantwortung und das Umfeld des Partriarchats wollen wir in einem Gesprächskreis gemeinsam sprechen. Es geht vor allem darum, sich bewusst zu werden was uns umgibt, was die Herausforderungen sind, wie wir uns damit fühlen, was uns antreibt, wie wir auch als Männer darunter leiden und was wir selbst in der Hand haben, diesen Umstand zu ändern. Dies wollen wir an jedem dritten Mittwoch im Monat im KUKAV um 19:30 Uhr tun. Sei gerne dabei und bring auch gerne Freunde mit.

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