Baha und die wilden Siebziger - Musical

Samstag, 14. November 2026 um 19:00 – 21:00 Uhr
Aula des Gymnasiums am Fredenberg
Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter
30 €
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Ein besonderes Musical – „Baha und die wilden Siebziger“. Mit 22 Akteur/innen auf der Bühne – Schauspiele/innen, Zeitzeug/innen, einem Frauenchor und Live-Band – bringt das Sanat Ensemble ein fast vergessenes Kapitel deutscher Geschichte zurück ins Rampenlicht. Veranstalter ist der Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter in Kooperation mit der IG-Metall und dem Betriebsrat der Salzgitter Flachstahl. Die Handlung bezieht ich auf ein tatsächliches Ereignis: Ende August 1973 legten rund zehntausend „Gastarbeiter“ bei Ford in Köln spontan und „wild“ die Arbeit nieder, um gegen Entlassungen zu protestieren. Sie forderten gleichen Lohn für gleiche Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen. Die Kämpfer besetzten das Werksgelände. Tagsüber protestierten sie, nachts tanzten sie. Das war ein Tanz auf dem Rücken des Tigers. Der Streik wurde gewaltsam beendet. Ihr charismatischer Sprecher Baha Targün, der schwarzhaarige Cohn-Bendit der Gastarbeiter, wurde jedoch zur Kultfigur. Die deutsche Justiz rächte sich später bitterlich. Anhand der Erzählungen alter Aktivist/innen, schrieb Nedim Hazar ein Musical über dieses einst legendäre Ereignis, als Denkmal für die erste Generation türkischer Migrant/innen. Denn sie haben nicht nur zum Wirtschaftswunder beigetragen. Sie waren auch Teil der Demokratiegeschichte Deutschlands nach dem Krieg. Baha und die wilden 70er erzählt vom Traum dieser Menschen von einem besseren Leben, von ihrer Sehnsucht nach der verlassenen Heimat und von ihrem Kampf um Anerkennung. Dabei wird das Publikum auf eine Zeitreise in ein Jahrzehnt des gesellschaftlichen Aufbruchs versetzt. Eine Reise zwischen Hotpants, Blumenkindern, Ford Transit, Blauer Bock und Mao-Bibel. Live gespielt von einer Rockband, einem Streichertrio und türkischen Instrumentalisten, sind die Songs von internationalen Musicals aus der Zeit, wie „Hair“, „Anatevka“ und der Rockoper „Tommy“ inspiriert. Regisseur Tony Dunham ist Engländer und Nedim Hazar wuchs in den 70ern in Sydney auf. Die Musik ist zugleich brandaktuell und deutsch. Hazars Sohn, der Rapper Eko Fresh, schrieb den Titelsong „Eine Mark mehr für alle!“, der das Lebensgefühl vieler Gastarbeiter der 70er Jahre auf den Punkt bringt: „Du bist ein Niemand, mach mal weiter, immer am Fließband, Gastarbeiter.“
Quelle: destination.one · Lizenz: CC BY 4.0 · © destination.one / die jeweiligen Datengeber
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Veranstaltungsort

Aula des Gymnasiums am Fredenberg
Hans-Böckler-Ring 14, 38228 Salzgitter
Veranstalter: Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter
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Spürnasen Salzgitter - digitale Schnitzeljagd am Südufer des Salzgittersees
Stadtbad Salzgitter-Lebenstedt
Eingeladen sind kleine und große Entdeckerinnen und Entdecker auf Abenteuer-Touren an den schönsten und interessantesten Orten Salzgitters ein. Eingebettet in spannende Geschichten und begleitet von lustigen Tier-Charakteren gilt es für die Spürnasen knifflige Rätsel zu lösen, den richtigen Weg zu finden und lustige Mini-Spiele zu meistern. Bei allen Herausforderungen steht die Interaktion mit der Umgebung im Mittelpunkt, die digitale Spielewelt ist eng mit der realen Umwelt verbunden. Tour 1 führt um den südlichen Teil des Salzgittersees. Sie startet und endet am Stadtbad in Salzgitter-Lebenstedt und kann auch mit Fahrrädern bestritten werden. Die Spürnasen müssen hier den schiffbrüchigen Mause-Piraten Kapitän Salzbart retten und ihm dabei helfen, sein Schiff wieder seetüchtig zu machen. Es sind etwa 3-4 Stunden einzuplanen (mit dem Fahrrad geht es schneller). Haupt-Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Familien. Die App spricht Touristinnen und Touristen ebenso an wie Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner. Entwickelt wurde sie von der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS) in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter. Die technische Umsetzung erfolgte durch das Unternehmen UniGlow Entertainment. Nutzer/innen der App können ihre Rätseltouren grundsätzlich gänzlich unabhängig planen – außer dem Download sind keine zusätzlichen Materialien oder Einweisungen notwendig. Alle Stationen der Schnitzeljagd sind jederzeit frei zugänglich. Die hier angegebene Zeit richtet sich lediglich nach der Nachtruhe.

Salon Salder - Kunstausstellung
Galerie der Städtischen Kunstsammlungen Schloss Salder
Längst ist der Salon Salder ein festes Format, das zeitgenössische Kunst auszeichnet, Konventionen hinterfragt und Raum für Neues eröffnet. 2026 lautet der Titel "Konfusion". Konfusion ist mehr als Verwirrung – sie ist ein künstlerisches Prinzip. Die Künstlerinnen und Künstler des diesjährigen Salon Salder hinterfragen Gewissheiten, verschieben Perspektiven und setzen Fragmente unserer Wirklichkeit zu neuen Bildwelten zusammen. Eine Ausstellung, die die Widersprüche unserer Zeit sichtbar macht und neue Blickwinkel eröffnet.

Albert’s Mini-Truck-Show
Städtisches Museum Schloss Salder
Miniatur-Nutzfahrzeuge – die sind die ganz große Leidenschaft von Albert Kierchner. Schon seit vielen Jahrzehnten sammelt der Salzgitteraner vor allem Modelltrucks im Kleinformat und vereint sie mit anderen historischen Objekten und grafischen Elementen zu kunstvollen Dioramen. Nun präsentiert er annähernd die Hälfte seiner Sammlung im Schafstall des Städtischen Museums Schloss Salder, wo auch die museale Fahrzeugsammlung des Museums zu sehen ist. In dieser für die ganze Familie geeigneten Schau gibt es auf insgesamt 17 Metern Tischlänge ganze 92 Dioramen in Vitrinen zu bestaunen. In ihnen sind viele hundert Modelle arrangiert. Meist sind sie zu teils komplexen Szenen zusammengestellt. Und der ein oder andere Salzgitter-Bezug darf natürlich nicht fehlen. Die Schau öffnet am Mittwoch, 19. August, um 11 Uhr. Zu besichtigen ist sie danach noch bis einschließlich 18. Oktober immer zu den Öffnungszeiten des Museums – Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 17 Uhr. Der Ausstellungsort Schafstall ist barrierearm. Parken kann man auf dem Schlosshof oder auf dem kleinen Parkplatz an der Straße „Hinter dem Knick“. Der Eintritt ist frei.

Salzgitter im Mittelalter
Städtisches Museum Schloss Salder
Von diesem Ereignis an wird das lokale und regionale mittelalterliche Geschehen in und um Salzgitter dargestellt. Herrenhöfe und Burgen zeigen die herrschaftlichen Strukturen in dieser Zeit. Das Leben auf dem Land in den rund fünfzig Dörfern des Salzgitter-Gebietes war geprägt durch die Landwirtschaft und das Handwerk. Mit der Integration des Salzgitter-Gebietes in das fränkische Großreich wurde das Christentum eingeführt. Die Christianisierung erfolgte vom Kloster Fulda aus über dessen Filialkloster Brunshausen bei Gandersheim und über Kloster Corvey. Zahlreiche Besitzverschreibungen an Kirchen und Klöster seit dem 8./9. Jahrhundert belegen dies. Im Stadtgebiet Salzgitter gab es drei Klöster: In Ringelheim (941*), in Steterburg (1001*) und in Engerode (1235*). Im Süden Salzgitters entstand im Hochmittelalter der Salzort "Solte to gittere". Mehrere Salzquellen traten im Warnetal an die Erdoberfläche. Die Bauern der umliegenden Dörfer Gitter, Vöppstedt und Kniestedt gewannen das "weiße Gold". Es gab 49 Salzkoten, in denen Salz gesotten wurde. Die um die Salzquellen herum entstandene Siedlung war relativ klein. Eine Wallanlage und Wassergräben beschützten den Ort.

Einblick in die Erdgeschichte
Städtisches Museum Schloss Salder
Nicht nur dieser einzigartige Fund, auch die für die Entwicklung Salzgitters so wichtigen Bodenschätze Salz und Eisenerz sind ein Erbe der Meere. Zweimal, jeweils im Abstand von 30 Millionen Jahren, wurde Eisenerz abgelagert. Die Entstehung dieser Eisenerze und der in der Zechsteinzeit ausgefällten Salzgesteine werden in der Ausstellung ausführlich dargestellt. Geologie live erleben kann man bei einer Wanderung durch die Lichtenberge und den Salzgitter-Höhenzug. Die Geopfade führen zu den Gesteinsschichten, in denen die versteinerten Zeugnisse auch nach Millionen von Jahren noch zu finden sind. Seit 2007 ist das städtische Museum Schloss Salder auch Informationszentrum im Netzwerk des Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen.

Vom Erz zum Stahl
Städtisches Museum Schloss Salder
Im 19. Jahrhundert wurden im nördlichen Harzvorland mehrere große Hüttenwerke gegründet, so 1858 Ilsede, 1869 Gittertor und 1871 Othfresen. Diese Hüttenwerke sind aber bis auf Ilsede alle sehr schnell wieder geschlossen worden. Erst im Rahmen der Autarkiepolitik der Nationalsozialisten wurde ab 1937 im Salzgitter-Gebiet ein großes Hüttenwerk gebaut. Das Erz kam aus den Schächten im südlichen Stadtgebiet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile des Werkes demontiert. Nach langen Auseinandersetzungen konnte aber 1951 ein kleines Hochofenwerk die Produktion wieder aufnehmen. Heute ist der Stahlstandort Salzgitter einer der modernsten Europas und die Salzgitter AG ein global agierender Stahl- und Technologiekonzern.

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