Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte - Besichtigung

Samstag, 14. November 2026 um 15:00 – 17:00 Uhr
Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte, auf dem Werksgelände der Salzgitter Flachstahl GmbH, Zufahrt Tor 1
Arbeitskreis Stadtgeschichte
Preis folgt
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Am 2. Samstag im Monat ist die Gedenkstätte zwischen 15.00 und 17.00 Uhr auch ohne Voranmeldung für Besucher/innen geöffnet. Beachten Sie dennoch die Seite Corona auf der Internetseite der Gedenkstätte – aktuelle Hinweise, füllen Sie vorab das Formular zur Datenkontrolle aus und bringen Sie es mit. Es findet keine Führung statt. Engagierte Mitglieder des Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. sind vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung. Falls Sie eine Führung wünschen: Nach Absprache kann die Ausstellung auch im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Bitte wenden Sie sich dafür an: besuch@gedenkstaette-salzgitter.de Aktueller Teil der Ausstellung: Die Entwicklung der Gedenkstätte wird aktuell bis August 2024 durch eine Ausstellung in der Gedenkstätte mit Graphic-Novel-Zeichnungen, die im Rahmen des diesjährigen Azubiseminars zur Gedenkstunde entstanden sind, gezeigt. Konzentrationslager in Salzgitter 1942 errichteten SS und die Reichswerke für Erzbergbau und Eisenhütten "Hermann-Göring" das KZ-Außenlager Drütte. Unter einer betrieblich genutzten Hochstraße auf dem Werksgelände wurden mehr als 3 000 Häftlinge aus Frankreich, Holland, Polen, der Sowjetunion und anderen Ländern untergebracht. Sie mussten in den Rüstungsbetrieben Granaten und Bomben produzieren. 1944 wurden weitere Lager eingerichtet: Das KZ Watenstedt/Leinde und das KZ Salzgitter-Bad. Die Gedenkstätte KZ Drütte Bis in die 80er Jahre war die Geschichte der Konzentrationslager im Salzgittergebiet weitgehend verdrängt und vergessen. Erst anlässlich des 40jährigen Stadtjubiläums 1982 setzte eine öffentliche Diskussion ein. 1983 gründeten Bürgerinnen und Bürger den Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. Gemeinsam mit dem Betriebsrat der Stahlwerke und vielen anderen Interessierten engagierte sich der Verein für die Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Werksgelände. Am 11. April 1985 organisierte der Betriebsrat die erste Gedenkfeier am historischen Ort, die seitdem jährlich auf dem ehemaligen Appellplatz stattfindet. 1992 stellte der Konzern einen der vier Unterkunftsräume als Gedenkstätte zur Verfügung. Am 11. April 1994 wurde die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte eröffnet. Gestaltung und Trägerschaft übernahm der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. Die Dauerausstellung In der Gedenkstätte KZ Drütte begegnet Geschichte dem Besucher ganz unmittelbar, hier ist eine lebendige Auseinandersetzung möglich. Die Themen Nationalsozialismus, Entstehungsgeschichte der Stadt Salzgitter, Nachkriegsgeschichte aber auch der Frage nach der Erinnerungskultur, kann man sich hier aus unterschiedlichen Perspektiven nähern: Sachtexte, Fotos und Dokumente führen in das Thema ein, Aussagen ehemaliger Häftlinge sind wesentlicher Bestandteil der Ausstellung. Sie geben den Häftlingen Namen und Gestalt wieder und lassen aus einer anonymen Masse wieder Menschen werden. Seminarräume und technische Ausstattung ermöglichen eine intensivere Beschäftigung, ein umfangreiches Archiv und eine Bibliothek ergänzen das Angebot.
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Veranstaltungsort

Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte, auf dem Werksgelände der Salzgitter Flachstahl GmbH, Zufahrt Tor 1
Eisenhüttenstraße, 38239 Salzgitter
Veranstalter: Arbeitskreis Stadtgeschichte
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Weitere Events in Salzgitter

Spürnasen Salzgitter - digitale Schnitzeljagd am Südufer des Salzgittersees
Stadtbad Salzgitter-Lebenstedt
Eingeladen sind kleine und große Entdeckerinnen und Entdecker auf Abenteuer-Touren an den schönsten und interessantesten Orten Salzgitters ein. Eingebettet in spannende Geschichten und begleitet von lustigen Tier-Charakteren gilt es für die Spürnasen knifflige Rätsel zu lösen, den richtigen Weg zu finden und lustige Mini-Spiele zu meistern. Bei allen Herausforderungen steht die Interaktion mit der Umgebung im Mittelpunkt, die digitale Spielewelt ist eng mit der realen Umwelt verbunden. Tour 1 führt um den südlichen Teil des Salzgittersees. Sie startet und endet am Stadtbad in Salzgitter-Lebenstedt und kann auch mit Fahrrädern bestritten werden. Die Spürnasen müssen hier den schiffbrüchigen Mause-Piraten Kapitän Salzbart retten und ihm dabei helfen, sein Schiff wieder seetüchtig zu machen. Es sind etwa 3-4 Stunden einzuplanen (mit dem Fahrrad geht es schneller). Haupt-Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Familien. Die App spricht Touristinnen und Touristen ebenso an wie Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner. Entwickelt wurde sie von der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS) in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Salzgitter. Die technische Umsetzung erfolgte durch das Unternehmen UniGlow Entertainment. Nutzer/innen der App können ihre Rätseltouren grundsätzlich gänzlich unabhängig planen – außer dem Download sind keine zusätzlichen Materialien oder Einweisungen notwendig. Alle Stationen der Schnitzeljagd sind jederzeit frei zugänglich. Die hier angegebene Zeit richtet sich lediglich nach der Nachtruhe.

Salon Salder - Kunstausstellung
Galerie der Städtischen Kunstsammlungen Schloss Salder
Längst ist der Salon Salder ein festes Format, das zeitgenössische Kunst auszeichnet, Konventionen hinterfragt und Raum für Neues eröffnet. 2026 lautet der Titel "Konfusion". Konfusion ist mehr als Verwirrung – sie ist ein künstlerisches Prinzip. Die Künstlerinnen und Künstler des diesjährigen Salon Salder hinterfragen Gewissheiten, verschieben Perspektiven und setzen Fragmente unserer Wirklichkeit zu neuen Bildwelten zusammen. Eine Ausstellung, die die Widersprüche unserer Zeit sichtbar macht und neue Blickwinkel eröffnet.

Albert’s Mini-Truck-Show
Städtisches Museum Schloss Salder
Miniatur-Nutzfahrzeuge – die sind die ganz große Leidenschaft von Albert Kierchner. Schon seit vielen Jahrzehnten sammelt der Salzgitteraner vor allem Modelltrucks im Kleinformat und vereint sie mit anderen historischen Objekten und grafischen Elementen zu kunstvollen Dioramen. Nun präsentiert er annähernd die Hälfte seiner Sammlung im Schafstall des Städtischen Museums Schloss Salder, wo auch die museale Fahrzeugsammlung des Museums zu sehen ist. In dieser für die ganze Familie geeigneten Schau gibt es auf insgesamt 17 Metern Tischlänge ganze 92 Dioramen in Vitrinen zu bestaunen. In ihnen sind viele hundert Modelle arrangiert. Meist sind sie zu teils komplexen Szenen zusammengestellt. Und der ein oder andere Salzgitter-Bezug darf natürlich nicht fehlen. Die Schau öffnet am Mittwoch, 19. August, um 11 Uhr. Zu besichtigen ist sie danach noch bis einschließlich 18. Oktober immer zu den Öffnungszeiten des Museums – Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 17 Uhr. Der Ausstellungsort Schafstall ist barrierearm. Parken kann man auf dem Schlosshof oder auf dem kleinen Parkplatz an der Straße „Hinter dem Knick“. Der Eintritt ist frei.

Salzgitter im Mittelalter
Städtisches Museum Schloss Salder
Von diesem Ereignis an wird das lokale und regionale mittelalterliche Geschehen in und um Salzgitter dargestellt. Herrenhöfe und Burgen zeigen die herrschaftlichen Strukturen in dieser Zeit. Das Leben auf dem Land in den rund fünfzig Dörfern des Salzgitter-Gebietes war geprägt durch die Landwirtschaft und das Handwerk. Mit der Integration des Salzgitter-Gebietes in das fränkische Großreich wurde das Christentum eingeführt. Die Christianisierung erfolgte vom Kloster Fulda aus über dessen Filialkloster Brunshausen bei Gandersheim und über Kloster Corvey. Zahlreiche Besitzverschreibungen an Kirchen und Klöster seit dem 8./9. Jahrhundert belegen dies. Im Stadtgebiet Salzgitter gab es drei Klöster: In Ringelheim (941*), in Steterburg (1001*) und in Engerode (1235*). Im Süden Salzgitters entstand im Hochmittelalter der Salzort "Solte to gittere". Mehrere Salzquellen traten im Warnetal an die Erdoberfläche. Die Bauern der umliegenden Dörfer Gitter, Vöppstedt und Kniestedt gewannen das "weiße Gold". Es gab 49 Salzkoten, in denen Salz gesotten wurde. Die um die Salzquellen herum entstandene Siedlung war relativ klein. Eine Wallanlage und Wassergräben beschützten den Ort.

Einblick in die Erdgeschichte
Städtisches Museum Schloss Salder
Nicht nur dieser einzigartige Fund, auch die für die Entwicklung Salzgitters so wichtigen Bodenschätze Salz und Eisenerz sind ein Erbe der Meere. Zweimal, jeweils im Abstand von 30 Millionen Jahren, wurde Eisenerz abgelagert. Die Entstehung dieser Eisenerze und der in der Zechsteinzeit ausgefällten Salzgesteine werden in der Ausstellung ausführlich dargestellt. Geologie live erleben kann man bei einer Wanderung durch die Lichtenberge und den Salzgitter-Höhenzug. Die Geopfade führen zu den Gesteinsschichten, in denen die versteinerten Zeugnisse auch nach Millionen von Jahren noch zu finden sind. Seit 2007 ist das städtische Museum Schloss Salder auch Informationszentrum im Netzwerk des Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen.

Vom Erz zum Stahl
Städtisches Museum Schloss Salder
Im 19. Jahrhundert wurden im nördlichen Harzvorland mehrere große Hüttenwerke gegründet, so 1858 Ilsede, 1869 Gittertor und 1871 Othfresen. Diese Hüttenwerke sind aber bis auf Ilsede alle sehr schnell wieder geschlossen worden. Erst im Rahmen der Autarkiepolitik der Nationalsozialisten wurde ab 1937 im Salzgitter-Gebiet ein großes Hüttenwerk gebaut. Das Erz kam aus den Schächten im südlichen Stadtgebiet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile des Werkes demontiert. Nach langen Auseinandersetzungen konnte aber 1951 ein kleines Hochofenwerk die Produktion wieder aufnehmen. Heute ist der Stahlstandort Salzgitter einer der modernsten Europas und die Salzgitter AG ein global agierender Stahl- und Technologiekonzern.

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