KIESECKER | HOESS (D) "#touch"
Donnerstag, 12. November 2026 um 20:00
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien
Kulturzentrum Tempel
27 €
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Tanz an der Schnittstelle zu Medienkunst und KI Präsentiert von TANZ Karlsruhe und dem ZKM: Heute wirkt es, als könne KI vieles. Aber wirkliche Begegnungen schaffen gehört nicht dazu. Versucht sie deshalb, diese zu vermeiden? Zwei Tänzer*innen befinden sich an verschiedenen Orten des ZKM. Begleitet werden sie von je zwei Hälften des Publikums und ‚BUGGY‘, einem portablen, künstlichen Assistenten. Um zum Spielort zu gelangen und sich dort körperlich zu begegnen, müssen sie sich durch einen live-generierten Parkour bewegen. Auf Aktionsfeldern generiert BUGGY verschiedene Aufgaben, die von den Akteuren gelöst werden müssen. Am Zielort mündet der Parcours in eine choreografierte Aufführung, die die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Akteur*innen und KI reflektiert. Live generierte visuelle Projektionen und Sprachfragmente machen die zuvor unsichtbare Interaktion mit einem Large Language Model erfahrbar und erweitern den Bühnenraum um eine digitale Dimension Zusammenhänge zwischen choreografischer Praxis und künstlicher Intelligenz werden neu gedacht. Anstelle einer rein improvisatorischen Nutzung wird KI gezielt als strukturgebendes Element eingesetzt. Gleichzeitig wird ihre Begrenztheit sichtbar gemacht: Während Bewegungen analysiert werden können, bleibt die Qualität zwischenmenschlicher Begegnung ihrer Logik entzogen. Wie beeinflussen digitale Systeme künstlerische Prozesse, ohne diese zu ersetzen. Entwickelt daraus eine eigenständige künstlerische Sprache? Darüber hinaus wird ein kritischer Diskurs über die Rolle von KI im Alltag angestoßen, insbesondere im Hinblick auf Fragen von Körperlichkeit, Interaktion und sozialer Nähe. Das Projekt #touch wird umgesetzt als eine Koproduktion von KIESECKER | HOESS TANZ Karlsruhe und dem ZKM Karlsruhe. Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Projektförderung des Landesverbands Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg (LaFT BW) e.V.
Quelle: mein.toubiz · Lizenz: CC BY-SA · © Kulturzentrum Tempel
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Veranstaltungsort

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien
Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe
Veranstalter: Kulturzentrum Tempel
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MARS!platz: Red Dust City
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Eine Mars-Mission mitten in Karlsruhe: Bei „MARS!platz: Red Dust City“ leben drei ZKM-Astronaut:innen unter simulierten Marsbedingungen in einer Kuppel auf dem Marktplatz. Besucher:innen können das Experiment live verfolgen und Fragen stellen. Wie könnte das Leben auf dem Mars aussehen? Mit der Dauerperformance „MARS!platz: Red Dust City“ bringt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien vom 15. bis 27. Oktober 2026 eine außergewöhnliche Versuchsanordnung auf den Karlsruher Marktplatz. In einer weißen Kuppel leben drei ZKM-Astronaut:innen knapp zwei Wochen lang unter simulierten Marsbedingungen. Mitten im städtischen Alltag entsteht so ein Experimentierraum, der Fragen nach dem Zusammenleben, dem Umgang mit begrenzten Ressourcen und den Herausforderungen einer möglichen Zukunft auf dem Mars aufgreift. Im Inneren des sogenannten MARS!-Habitats untersucht die Besatzung täglich wechselnde Forschungsfragen. Dabei erprobt sie Ideen, die gemeinsam mit Künstler:innen, Expert:innen und Bürger:innen entwickelt wurden. Wie lässt sich das Zusammenleben auf engem Raum gestalten? Wie können Gesundheit und Wohlbefinden erhalten bleiben? Und wie lassen sich Nahrung, Wasser und andere lebenswichtige Ressourcen verantwortungsvoll nutzen? Die drei Astronaut:innen organisieren ihren Alltag eigenständig, bereiten ihre Mahlzeiten zu und kümmern sich um die Wasseraufbereitung. Obwohl die Kuppel selbst nicht betreten werden kann, lässt sich die Mission vom Marktplatz aus unmittelbar miterleben. Bei täglichen Außenmissionen verlässt die Crew ihr Habitat und erkundet das Umfeld. Öffentliche Diskussions- und Kommunikationsstunden ermöglichen es Besucher:innen, Fragen zu stellen und mit der Besatzung in Kontakt zu treten. Ergänzend bietet eine Bodenstation im Panolab des ZKM Einblicke per Livestream. Ein digitales Logbuch dokumentiert die Forschungsergebnisse und macht den Verlauf der Mission nachvollziehbar. „MARS!platz: Red Dust City“ verbindet künstlerische Performance mit einem gesellschaftlichen Gedankenexperiment. Die simulierte Mars-Mission lädt dazu ein, über die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens nachzudenken – auf einem fremden Planeten ebenso wie auf der Erde.

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„Sesam, öffne dich!“ – mit diesem Zauberwort öffnet Ali Baba den Berg zur Schatzhöhle der vierzig Räuber. Und mit der gleichen Zauberformel gibt die Badische Landesbibliothek in diesem Jahr den Blick frei auf Kurioses, Unpraktisches, meist Verschlossenes und vor allem Unvermutetes in ihren Sammlungen. Es enthüllen sich Objekte verschiedenster Art, die aus ganz unterschiedlichen Gründen normalerweise im Verborgenen bleiben. Bibliothek – das sind natürlich zunächst einmal Bücher. Aber hinter den Kulissen verbirgt sich weit mehr, von Räucherwerk bis Reliquie, von Geheimfach bis Gemälde, von Taktstock bis Tüllrock. In der Ausstellung begegnen sich Objekte, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu verbinden scheint. Und doch hat jedes von ihnen seinen ganz eigenen Grund, Teil der Sammlung zu sein. Diese Gründe sind so vielfältig wie die Stücke selbst: Rechtlich Eingeschränktes, Beilagen von Büchern, Gegenstände aus Nachlässen, Sonderbares und scheinbar Sinnloses finden friedlich zueinander und gewähren einen Einblick in die Bibliothek jenseits der bekannten Perspektiven. Dabei verzichtet die Ausstellung bewusst auf eine sichtbare Ordnung und lädt dazu ein, die Zusammenhänge selbst zu entschlüsseln.
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